Samstagabend 8. Juli am Kapellsche

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Mr. S and the Lotions

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Den Reben war es zu kalt

Eigentlich wollten wir Ihnen an dieser Stelle von der hervorragenden Entwicklung der Reben in diesem Jahr berichten. Der Austrieb war so früh wie schon lange nicht mehr.

Aber genau das wurde den Reben am frühen Morgen des 20. Aprils zum Verhängnis. Temperaturen von bis zu minus 5 Grad Celsius ließen die jungen Triebe schockgefrieren.  Leider allen voran in den guten Weinlagen, da hier die Reben schon am weitesten entwickelt waren.

Bei Sonnenaufgang herrscht erfahrungsgemäß der Tiefpunkt der Temperaturen einer Nacht. Um 6.00 Uhr waren die Triebe fest gefroren. Der kalte Ostwind, der auch schon am Vortag wehte, hatte für eine gleichmäßige Temperatur sowohl am Boden, wie auch in 2 Metern Höhe gesorgt, so dass auch Hubschraubereinsätze zur Verwirbelung von kalten und warmen Luftmassen keinen Erfolg gebracht hätten. Einige Winzer hatten in Ihren Top-Weinbergen Forstkerzen aufgestellt, die die Luft aber auch nicht wesentlich erwärmen konnten.

Die endgültige wirtschaftliche Schadenshöhe lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ermitteln. Akut sind zwar in vielen Weinbergen mehr als die Hälfte der Triebe erfroren. Aber der Rebstock verfügt über sogenannte „schlafende Beiaugen“, die in den kommenden Wochen austreiben werden. Diese sind zwar nicht ganz so fruchtbar, bringen aber auch noch einen gewissen Ertrag. Bleibt nur zu hoffen, dass die Eisheiligen in der ersten Maihälfte nicht auch noch zuschlagen. Wir drücken den Winzern ganz fest die Daumen, dass  die noch verbleibenden  Triebe nicht auch noch geschädigt werden.

Wandern in den 13 Weinanbaugebieten

Manuel Andrack wandert für das Deutsche Weininstitut

Zum Start in die diesjährige Wandersaison hat das Deutsche Weininstitut (DWI) eine Kooperation mit dem Wanderexperten Manuel Andrack vereinbart. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Wanderbuchautor wird das neue Gesicht für das Thema „Wandern, wo der Wein wächst“. Der Startschuss wird am langen WeinWanderWochenende fallen, zu dem das DWI am 29. und 30. April gemeinsam mit den regionalen Weinwerbungen einlädt.

Außerdem wird Manuel Andrack in diesem Jahr alle 13 deutschen Weinbaugebiete erwandern und darüber in seinem beliebten Blog sowie über weitere Kommunikationskanäle berichten.„In der Unterstützung durch den prominenten Sympathieträger Manuel Andrack sehen wir eine hervorragende Möglichkeit, noch mehr Menschen für das Weinwandern zu begeistern und so den Aktivurlaub in den deutschen Weinregionen stärker zu fördern“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Manuel Andrack sieht seiner neuen Funktion als Weinwanderbotschafter schon mit Spannung entgegen: „Ich bin ein großer Fan davon, das Wandern mit dem Genuss regionaler Produkte zu verbinden. Ich freue mich schon auf spannende Begegnungen mit Winzern und Weinen in authentischer Atmosphäre, die mich auf den anstehenden Wanderungen durch die wunderbaren Weinregionen erwarten.“

Zum WeinWanderWochenende

Wandern in den 13 Anbaugebieten

Zur Website von Manuel Andrack

Weißweinabsatz wächst weiter

 

Der bereits seit 2008 bestehende Trend zu einem verstärkten Weißweinkonsum hat sich im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der internationalen Weinmesse ProWein mitteilte, haben die Weißweine mittlerweile einen Anteil von 43 Prozent am Weineinkauf in Deutschland.

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Ihr Marktanteil stieg auf Kosten des Rotweinkonsums 2016 um einen Prozentpunkt und um sechs Prozentpunkte gegenüber 2008 an. Rotweine hatten 2016 noch einen Anteil von 47 Prozent am Weinabsatz, Roséweine liegen seit sieben Jahren unverändert bei zehn Prozent.

Geschmacklich bevorzugt die Mehrheit der deutschen Verbraucher unverändert trockene und halbtrockene Weine. Der Nachfrage entsprechend haben die Vermarkter 2016 wie bereits im Vorjahr 46 Prozent ihrer heimischen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung abgefüllt, 21 Prozent der qualitätsgeprüften Weine waren halbtrocken. Das Angebot lieblicher Weine ist im vergangenen Jahr um zwei Prozentpunkte gestiegen. Damit wurde in 2016 exakt ein Drittel aller Qualitätsweine in dieser Geschmacksrichtung abgefüllt.

Quelle: http://www.deutscheweine.de

 

Blick in den Weinberg – März 2017 Wenn die Reben weinen

Mit den langsam steigenden Temperaturen steigt in den Reben auch der Saft nach oben, was an nach dem Rebschnitt an den frischen Schnittstellen auch deutlich sichtbar ist. Hier bilden sich kleine Safttropfen, die das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe verhindern sollen – die Rebtränen. Bis zu ein Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren.

Aqua Vitis oder Lacrima Vitis bezeichneten die alten Gelehrten den Saft der Reben. Heute ist die Flüssigkeit besser unter ihrem deutschen Namen bekannt: Rebwasser oder Rebtränen. Gelehrte und Mediziner bescheinigen den kostbaren Tropfen bereits im Altertum eine heilende Wirkung. Sie seien gut für die Augen und Ohren, förderten die Seh- und Hörkraft, sie wirkten positiv auf Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase, linderten sogar Brechreiz und dämmten das Wachstum von Warzen ein. Einige Gelehrte rieten die Anwendung von Rebtränen gegen Sommersprossen und schließlich wurde dem Naturprodukt auch eine lindernde Wirkung bei Zahnschmerzen zugesprochen.

Die Thesen halten gar einer wissenschaftlichen Überprüfung stand. Stoffe wie Cineol, alpha-Terpineol und besonders Thymol sind in den Rebtränen in hoher Konzentration vorhanden. Diese Stoffe besitzen antibakterielle und desinfizierende Wirkung, die besonders in Zusammenhang mit Hauterkrankungen nachgewiesen werden konnte. So werden auch verschiedene Hautcremes, die Rebtränen enthalten, angeboten.

(Quelle: Elmar M. Lorey: Von den Rebtränen. Zur Geschichte eines volkstümlichen Heilmittels aus dem Weinberg)

Im Finale des Rebschnitts – so schnell wie nie zuvor

In den letzten Wochen waren die Winzer sehr fleißig beim Rebenschneiden. Wegen des schönen Wetters konnten sie fast jeden Tag rausgehen, so dass jetzt schon so viele Weinberge geschnitten sind, wie in der vergangenen Jahren schon lange nicht mehr.

Jetzt sind vorrangig noch die jungen Weinberge zu schneiden, da diese frostempfindlicher sind und daher immer bis zum Schluss aufgehoben werden. Sobald die Knospen anschwellen muss diese Arbeit erledigt sein. Bei einem frühen Frühjahr kann das bereits im März soweit sein. Aber mal ein oder zwei Tage Fastnacht feiern ist immer drin …Helau