Die Blüte verlief prachtvoll

RebblüteSonne satt, auch nachts relativ warm und die Reben finden auch noch genügend Wasser im Boden. Besser geht es nicht. Die Reben wachsen im „Turbotempo“. Die Blüte verlief optimal und ist selbst in den allerspätesten Lagen fast abgeschlossen.

In frühen Lagen sind die Trauben schon bald erbsengroß. Mit dem Dickenwachstum der Trauben verlangsamt sich jetzt das Wachstum der Triebe, so dass die Winzer endlich bei den Laubarbeiten aufholen können. Denn die sind die Grundlage für die weiteren qualitätsorientierten Maßnahmen. Das beginnt jetzt zunächst mit dem ersten Laubschnitt und geht anschließend mit der Entblätterung weiter. Beide Maßnahmen fördern die Durchlüftung der Laubwand und die Besonnung der Trauben.Auch die vielerorten frostgeschädigten Weinberge sind mittlerweile wieder ergrünt. Allerdings sind an diesen nachgewachsenen Trieben kaum Trauben zu finden, so dass die Winzer hier  die sehr aufwändigen Laubarbeiten mit Frust durchführen.  Aber man benötigt die Triebe fürs nächste Jahr und hofft, dass die Weinberge den dieses Jahr fehlenden Ertrag im nächsten Jahr wieder ausgleichen.Mit dem Verlauf der Blüte wurde ein wichtiger Meilenstein für den Jahrgang 2017 gelegt. Schon jetzt kann man sagen, dass es große Schwankungen in der Erntemenge zwischen den Weinbergen geben wird. Die nicht vom Frost betroffenen Weinberge werden wohl recht hohe Erträge bringen. Zum Ende der Blüte kann man auch den Lesetermin grob berechnen: 100 bis 110 Tage braucht die Traube von der Blüte bis zur Vollreife, was einen frühen Lesetermin Anfang bis Mitte September erwarten lässt.

Warten auf das, was kommt

Mai 2017 – Blick in den Weinberg

Die Frostnacht vom 20. April hatte nicht nur die Winzer in eine gebannte Starre verfallen lassen, auch die Reben wollten zunächst einfach nicht mehr weiterwachsen. Fast einen Monat später hat sich das Ausmaß der Frostschäden etwas relativiert.

Viele Weinberge haben sich erholt, bei anderen fangen die Knospen gerade erst wieder an auszutreiben. Teilweise sieht man aber noch gar keinen Neuaustrieb. So findet man selbst an einem Rebstock ein sehr differenziertes Entwicklungsspektrum von sichtbaren Trauben bis zu einem zarten Knospenschwellen. Ob  an diesen Knospen nochmal Trauben wachsen kann derzeit niemand sagen, weshalb auch noch immer zum tatsächlichen Ernteverlust noch nichts gesagt werden kann.

Das macht natürlich die Heftarbeiten in diesen Weinbergen nicht gerade einfach, da die Triebe in den nächsten Wochen ein sehr unterschiedliches Längenwachstum haben werden. Auch bleibt spannend wie sich die Reife der Trauben bei einer Schwankungsbreite von 6 Wochen beim Austrieb entwickeln wird. Kann die Natur das ausgleichen?

In den nicht geschädigten Weinbergen stehen jetzt weitere qualitätsoptimierende Arbeiten, wie die Entfernung von Doppeltrieben an (die man natürlich bei den frostgeschädigten Weinbergen am liebsten dranstecken würde). Hier geht es darum, die Laubwand für eine bessere Belichtung und Besonnung aufzulockern. Auch müssen die sogenannten Wasserschosse, das sind die Triebe die am Stammfuß wachsen, entfernt werden. Diese stehen ansonsten in Konkurrenz mit den traubentragenden Trieben oben.

Den Reben war es zu kalt

Eigentlich wollten wir Ihnen an dieser Stelle von der hervorragenden Entwicklung der Reben in diesem Jahr berichten. Der Austrieb war so früh wie schon lange nicht mehr.

Aber genau das wurde den Reben am frühen Morgen des 20. Aprils zum Verhängnis. Temperaturen von bis zu minus 5 Grad Celsius ließen die jungen Triebe schockgefrieren.  Leider allen voran in den guten Weinlagen, da hier die Reben schon am weitesten entwickelt waren.

Bei Sonnenaufgang herrscht erfahrungsgemäß der Tiefpunkt der Temperaturen einer Nacht. Um 6.00 Uhr waren die Triebe fest gefroren. Der kalte Ostwind, der auch schon am Vortag wehte, hatte für eine gleichmäßige Temperatur sowohl am Boden, wie auch in 2 Metern Höhe gesorgt, so dass auch Hubschraubereinsätze zur Verwirbelung von kalten und warmen Luftmassen keinen Erfolg gebracht hätten. Einige Winzer hatten in Ihren Top-Weinbergen Forstkerzen aufgestellt, die die Luft aber auch nicht wesentlich erwärmen konnten.

Die endgültige wirtschaftliche Schadenshöhe lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ermitteln. Akut sind zwar in vielen Weinbergen mehr als die Hälfte der Triebe erfroren. Aber der Rebstock verfügt über sogenannte „schlafende Beiaugen“, die in den kommenden Wochen austreiben werden. Diese sind zwar nicht ganz so fruchtbar, bringen aber auch noch einen gewissen Ertrag. Bleibt nur zu hoffen, dass die Eisheiligen in der ersten Maihälfte nicht auch noch zuschlagen. Wir drücken den Winzern ganz fest die Daumen, dass  die noch verbleibenden  Triebe nicht auch noch geschädigt werden.

Blick in den Weinberg – März 2017 Wenn die Reben weinen

Mit den langsam steigenden Temperaturen steigt in den Reben auch der Saft nach oben, was an nach dem Rebschnitt an den frischen Schnittstellen auch deutlich sichtbar ist. Hier bilden sich kleine Safttropfen, die das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe verhindern sollen – die Rebtränen. Bis zu ein Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren.

Aqua Vitis oder Lacrima Vitis bezeichneten die alten Gelehrten den Saft der Reben. Heute ist die Flüssigkeit besser unter ihrem deutschen Namen bekannt: Rebwasser oder Rebtränen. Gelehrte und Mediziner bescheinigen den kostbaren Tropfen bereits im Altertum eine heilende Wirkung. Sie seien gut für die Augen und Ohren, förderten die Seh- und Hörkraft, sie wirkten positiv auf Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase, linderten sogar Brechreiz und dämmten das Wachstum von Warzen ein. Einige Gelehrte rieten die Anwendung von Rebtränen gegen Sommersprossen und schließlich wurde dem Naturprodukt auch eine lindernde Wirkung bei Zahnschmerzen zugesprochen.

Die Thesen halten gar einer wissenschaftlichen Überprüfung stand. Stoffe wie Cineol, alpha-Terpineol und besonders Thymol sind in den Rebtränen in hoher Konzentration vorhanden. Diese Stoffe besitzen antibakterielle und desinfizierende Wirkung, die besonders in Zusammenhang mit Hauterkrankungen nachgewiesen werden konnte. So werden auch verschiedene Hautcremes, die Rebtränen enthalten, angeboten.

(Quelle: Elmar M. Lorey: Von den Rebtränen. Zur Geschichte eines volkstümlichen Heilmittels aus dem Weinberg)

Optimales Wetter für den Rebschnitt

Rebschnitt im Winter

Die Winzer lieben dieses Wetter. Trocken, Sonnenschein und kalt aber nicht zu kalt. Warm eingepackt stehen sie zurzeit draußen im Weinberg und sind eifrig am Schneiden der Reben.

Gerade weil der Rebschnitt nach wie vor noch eine der arbeitsintensivsten aber auch qualifiziertesten Handarbeiten ist und mehr als ein Drittel der jährlich im Weinberg zu leistenden Handarbeitsstunden ausmacht, muss dieBlick in den Weinberg Janunar 2017

Gerade weil der Rebschnitt nach wie vor noch eine der arbeitsintensivsten aber auch qualifiziertesten Handarbeiten ist und mehr als ein Drittel der jährlich im Weinberg zu leistenden Handarbeitsstunden ausmacht, muss die Zeit von Dezember bis März gut genutzt werden.An jedem Rebstock müssen je nach Rebsorte und Wuchs durchschnittlich etwa 8 bis 12 Schnitte vollzogen werden. Das macht bei dem Tagespensum eines Winzers über 10.000 Schnitte. Seit einigen Jahren können sie auf technische Unterstützung zurückgreifen. Die mit bloßer Muskelkraft betriebene Handschere wurde durch elektrische und pneumatische Scheren ersetzt.

Damit sind die Reben aber erst abgeschnitten. Im zweiten Arbeitsgang muss das Rebholz aus dem Drahtrahmen entfernt werden, eine Arbeit, die oftmals von Hilfskräften gemacht wird. Hier sind jedoch in den vergangenen Jahren einige vielversprechende Geräte entwickelt worden, die diese Arbeit übernehmen. Sie ziehen das abgeschnittene Rebholz aus dem Drahtrahmen nach oben und häckseln dieses auch sofort klein.

Zeit von Dezember bis März gut genutzt werden.

An jedem Rebstock müssen je nach Rebsorte und Wuchs durchschnittlich etwa 8 bis 12 Schnitte vollzogen werden. Das macht bei dem Tagespensum eines Winzers über 10.000 Schnitte. Seit einigen Jahren können sie auf technische Unterstützung zurückgreifen. Die mit bloßer Muskelkraft betriebene Handschere wurde durch elektrische und pneumatische Scheren ersetzt.

Damit sind die Reben aber erst abgeschnitten. Im zweiten Arbeitsgang muss das Rebholz aus dem Drahtrahmen entfernt werden, eine Arbeit, die oftmals von Hilfskräften gemacht wird. Hier sind jedoch in den vergangenen Jahren einige vielversprechende Geräte entwickelt worden, die diese Arbeit übernehmen. Sie ziehen das abgeschnittene Rebholz aus dem Drahtrahmen nach oben und häckseln dieses auch sofort klein.

Quelle: http://www.rheinhessen.de

 

Weinlese 2016: Viel besser als erwartet

Und dies nach einem Vegetationsjahr, das  durch die Stress-Kombination aus einem sehr feuchtem, kühlen Frühsommer und dem Infektionsdruck des falschen Mehltaus den Winzern alles abverlangt hat –  schnelles Erkennen, praktikable Lösungen, entschlossenes Handeln, extremen Arbeitseinsatz, starke Nerven und eine doppelte  Portion Glück. Noch im Laufe des Sommers hatten wir einen Entwicklungsrückstand von über zwei Wochen  – dazu kam der Wettlauf mit der Kirschessigfliege beim Reifwerden der Trauben. Aber der September hat alles wieder gut gemacht. Mit sommerlichen Temperaturen hat er die Mostgewichte in die Höhe getrieben, die Trauben immer gut abgetrocknet, so dass der Mehltau keine Chance hatte und letztendlich damit auch der Kirschessigfliege den Garaus gemacht.

Nichtsdestotrotz sprechen wir in Rheinhessen von einem neidischen Herbst. Nicht wenige Weingüter waren von der guten Erntemenge völlig überrascht. Andere Winzer hatten in einigen Lagen jedoch  auch einen Totalausfall der Ernte zu beklagen. Nach aktuellen Schätzungen liegt die Erntemenge in Rheinhessen insgesamt nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität der geernteten Trauben war überall sehr gut, was vor allem der optimalen Aromareife der Trauben infolge sonniger Tage und kühler Nächte zu danken ist. Die Spitzenmostgewichte des 2015ers konnten nicht ganz erreicht werden, aber der neue Jahrgang spiegelt ein homogenes Bild von guten, reifen Trauben wider.

Die letzten Moste gären noch ganz langsam im Keller vor sich hin, die ersten Weine sind bereits abgefüllt und schon im Verkauf. Diese frühe Abfüllung ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Weine reifen über den Winter im Fass und werden erst im Frühjahr in Flaschen abgefüllt. Aber wir versprechen Ihnen, Ihre Geduld wird bestimmt belohnt …

zten Moste gären noch ganz langsam im Keller vor sich hin, die ersten Weine sind bereits abgefüllt und schon im Verkauf. Diese frühe Abfüllung ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Weine reifen über den Winter im Fass und werden erst im Frühjahr in Flaschen abgefüllt. Aber wir versprechen Ihnen, Ihre Geduld wird bestimmt belohnt …

Quelle: www.rheinhessen.de

Die Lage hat sich etwas entspannt

Die trockenen Tage der letzten Woche lassen die Winzer derzeit etwas aufatmen, da die Gefahr für die Pilzkrankheit Peronospora etwas geringer geworden ist. In vielen Gemarkungen sind bereits herbe Verluste durch diese Krankheit zu beklagen. Es gilt jetzt die verbliebenen noch gesunden Trauben zu schützen.

Begleitend zu den Pflanzenschutzmaßnahmen werden jetzt Entblätterungsarbeiten durchgeführt, die die Abtrocknung und Besonnung der Trauben begünstigen und damit auch für die Gesunderhaltung der Trauben sorgen. Das geschieht mittlerweile komplett maschinell, die Blätter werden entweder abgesaugt oder abgezupft.Bei den Trauben kann man förmlich zusehen, wie sich die Beeren nach der Blüte in den vergangenen Tagen gefüllt haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Böden in diesem Jahr über ausreichend Wasser verfügen. Die meisten Reben stehen deshalb auch in sattem Grün da und wachsen prächtig. Neben den Laubarbeiten beginnen auch einige Winzer damit die Trauben zu teilen. So werden die Trauben lockerer und die Beeren quetschen sich nicht gegenseitig ab, da sie mehr Platz für ihr Dickenwachstum haben.Zur Qualität des Jahrgangs kann man jetzt natürlich noch nichts sagen, nur so viel, dass die Lese nicht allzu früh beginnen wird. Erwartet wird ein Lesestart eher Ende September.