Der Rebschnitt stellt die ersten Weichen für den 2021er

Zumeist in zwei Arbeitsgängen getrennt, zunächst die Fachkraft mit einer elektrischen Rebschere, um die überschüssigen Triebe aus dem vergangenen Jahr abzuschneiden und dann zumeist eine Hilfskraft, die die abgeschnittenen Reben aus dem Drahtrahmen zieht. Eine bleibt nur stehen und die hat 10 bis 12 Knospen (die Winzer sagen „Augen“) für die Triebe des neuen Jahrgangs.

Genau diese Anzahl von Knospen legt dann auch den ersten Meilenstein in der Ertragsgestaltung des kommenden Jahres. Jeder Trieb, dass sieht man beim Aufschneiden der Knospen mit einem Rasiermesser schon jetzt, wird später durchschnittlich 2 Trauben tragen. Je mehr Knospen, desto mehr Trauben und desto mehr Ertrag. So ganz absolut lässt sich das jetzt noch nicht hochrechnen, da sich noch viele Faktoren im Laufe des Jahres auf das Traubenwachstum auswirken, aber was jetzt abgeschnitten wird kann natürlich im Herbst keinen Ertrag mehr liefern. Deshalb ist man in der Regel beim Rebschnitt noch etwas vorsichtiger in der Reduzierung des Ertrags und ergreift im Laufe der Vegetation und damit näher an der Ernte und mit immer geringerem Risiko weitere Maßnahmen wie das Entfernen von ganzen Trieben oder Trauben oder auch das Teilen von Trauben unmittelbar vor dem Reifebeginn um die Gesundheit der verbleibenden Trauben zu forcieren.

Schauen Sie einfach in unserem kleinen Video der Rheinhessische Weinprinzessin Andrea Böhm und ihrem Bruder Roman beim Rebschnitt zu.

Rebschnitt Schere