Die Winzer haben alle Hände voll zu tun

Der April war warm und die Reben trieben so früh aus wie noch selten zuvor. Doch der Wachstums-Sprint ging auch im Mai weiter. Derzeit wächst es überall aus den Rebstöcken.

Die Triebe, die aus dem Stamm wachsen, müssen entfernt werden, da sie eine Wasser- und Nährstoffkonkurrenz zu den Trieben oben auf den Ruten darstellen. Diese wiederum müssen jetzt in den Drahtrahmen eingeheftet werden, um sie vor Windbruch zu schützen und vor allen Dingen nach oben wachsen zu lassen. Alles ist Handarbeit. Und weil kaum ein Winzer mit dieser rasanten Entwicklung gerechnet hat, wurden auch die Helfer erst für Anfang Mai bestellt. Jetzt kommt natürlich alles auf einmal und gerade das sonst übliche Vereinzeln von Doppeltrieben ist jetzt nur noch schwer möglich, da die Triebe schon zu lang sind.Im Gegensatz zum vergangenen Jahr haben die Reben nachdem jetzt auch noch die sogenannten „Eisheiligen“ überstanden sind keine Frostschaden erlitten. Die Entwicklung ist nicht nur überdurchschnittlich weit voran, auch der Fruchtansatz sieht sehr gut aus. Die Natur scheint die Winzer für die geringen Erträge des vergangenen Jahres entschädigen zu wollen. Wenn 12 bis 13 Blätter je Trieb gewachsen sind beginnt erfahrungsgemäß die Blüte, viele Weinberge stehen kurz davor, so dass auch die Blüte eine der frühesten der vergangenen Jahre werden könnte. So stehen derzeit alle Zeichen auf einen ebenso zeitigen Lesebeginn wie im vergangenen Jahr.

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