Warten auf das, was kommt

Mai 2017 – Blick in den Weinberg

Die Frostnacht vom 20. April hatte nicht nur die Winzer in eine gebannte Starre verfallen lassen, auch die Reben wollten zunächst einfach nicht mehr weiterwachsen. Fast einen Monat später hat sich das Ausmaß der Frostschäden etwas relativiert.

Viele Weinberge haben sich erholt, bei anderen fangen die Knospen gerade erst wieder an auszutreiben. Teilweise sieht man aber noch gar keinen Neuaustrieb. So findet man selbst an einem Rebstock ein sehr differenziertes Entwicklungsspektrum von sichtbaren Trauben bis zu einem zarten Knospenschwellen. Ob  an diesen Knospen nochmal Trauben wachsen kann derzeit niemand sagen, weshalb auch noch immer zum tatsächlichen Ernteverlust noch nichts gesagt werden kann.

Das macht natürlich die Heftarbeiten in diesen Weinbergen nicht gerade einfach, da die Triebe in den nächsten Wochen ein sehr unterschiedliches Längenwachstum haben werden. Auch bleibt spannend wie sich die Reife der Trauben bei einer Schwankungsbreite von 6 Wochen beim Austrieb entwickeln wird. Kann die Natur das ausgleichen?

In den nicht geschädigten Weinbergen stehen jetzt weitere qualitätsoptimierende Arbeiten, wie die Entfernung von Doppeltrieben an (die man natürlich bei den frostgeschädigten Weinbergen am liebsten dranstecken würde). Hier geht es darum, die Laubwand für eine bessere Belichtung und Besonnung aufzulockern. Auch müssen die sogenannten Wasserschosse, das sind die Triebe die am Stammfuß wachsen, entfernt werden. Diese stehen ansonsten in Konkurrenz mit den traubentragenden Trieben oben.

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