Es wächst und wächst

Wann dreht Petrus den Wasserhahn zu? Der bange Blick zum Himmel gehört mittlerweile zum Alltag der Winzer. Draußen im Weinberg wachsen die Reben unermüdlich, so dass die Winzer mit den Laubarbeiten kaum noch hinterher kommen.

Auch zwischen den Rebstöcken muss der Bewuchs flach gehalten werden, um die Belüftung der Reben sicherzustellen. Der Gesunderhaltung der Blätter und jungen Trauben gilt derzeit das Hauptaugenmerk der Winzer.

Im Hügelland beginnt im Moment die Blüte, am Rhein ist sie schon in vollem Gang. Auch hier wäre beständiges warmes Wetter für einen erfolgreichen Blüteverlauf sehr willkommen  Die Trauben zeigen jedoch keine so spektakulären Blüten wie viele andere Pflanzen. Die Blütenstände sind sehr filigran und in einer feinen weißen bis hellbeigen Farbe. Wenn man daran riecht, strömt ein leicht süßlicher Duft in die Nase, der bei voller Blüte sogar im kompletten Weinberg wahrnehmbar ist. Das Ende der Blüte erkennt man an den braunen „Käppchen“, die dann abgeworfen werden.

Mit dem Verlauf der Blüte wird ein wichtiger Meilenstein für den Jahrgang 2016 gelegt. Zum Ende der Blüte kann man den Lesetermin grob berechnen: 100 Tage braucht die Traube von der Blüte bis zur Vollreife. Da die Blüte in vielen Gemarkungen Rheinhessens später als im Durchschnitt der Jahre einsetzt, ist dieses Jahr wohl nicht mit einer Lese vor Ende September zu rechnen, es sei denn, weitere Wettereskapaden, Krankheiten oder Schädlinge machen noch einen Strich durch diese Rechnung.

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