Blick in den Weinberg, 2014 – Frühling

In den Reben fließt der „Saft“

Außergewöhnlich früh ist dieses Jahr der Frühling nach einem sehr milden Winter nicht nur in den Weinbergen eingekehrt. Die Winzer müssen sich derzeit mit den vereinzelt noch zu erledigenden Rebschnittarbeiten sputen, denn wenn die Knospen schwellen, reißen beim Herausziehen des abgeschnittenen Holzes die Knospen ab. An den frischen Schnitten tropft derzeit der „Saft“. Die Winzer sagen dazu auch  „Weinen“ oder „Bluten“ der Reben. Diese kleinen Safttropfen an der Schnittstelle verhindern das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe. Bis zu einem Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren.
Gelehrte und Mediziner bescheinigten den kostbaren Tropfen bereits im Altertum eine heilende Wirkung. Sie seien gut für die Augen und Ohren, fördern die Seh- und Hörkraft, sie wirken positiv auf Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase, lindern sogar Brechreiz und dämmen das Wachstum von Warzen ein.

Viele Winzer sind derzeit noch mit dem „Biegen“ beschäftigt. Hier wird der Rebstock fürs laufende Jahr „in Form gebracht“, d. h. die Knospen werden durch das horizontale Anbinden der verbleibenden Rute im Drahtrahmen verteilt. Andere sitzen in den Startlöchern zum Pflanzen der neuen Weinberge. Hier sollte man jedoch noch etwas Geduld bewahren, da es frühmorgens noch häufig leichten Bodenfrost gibt und so die frisch gepflanzten Reben Schaden nehmen könnten.

Quelle: Rheinhessenwein

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