Rebschnitt 2014

Der Rebschnitt ist in vollem Gang – so schnell wie nie zuvor

HPIM3725In den letzten Wochen waren die Winzer sehr fleißig beim Rebenschneiden. Wegen des bisher milden Winters konnten sie fast jeden Tag rausgehen, so dass jetzt schon so viele Weinberge geschnitten sind, wie in der vergangenen Jahren schon lange nicht mehr. Gerade weil er nach wir vor noch eine der arbeitsintensivsten Handarbeiten ist und mehr als ein Drittel der jährlich im Weinberg zu leistenden Handarbeitsstunden ausmacht, müssen die Winzer jeden der im Winter oft recht kurzen Tage nutzen. Sobald die Knospen anschwellen muss diese Arbeit erledigt sein. Bei einem frühen Frühjahr kann das bereits im März soweit sein.

Beim klassischen Rebschnitt werden alle Triebe, die im vergangenen Jahr aus den Knospen gewachsen sind, bis auf einen oder manchmal auch zwei Ruten abgeschnitten. An jedem Rebstock müssen je nach Rebsorte und Wuchs durchschnittlich etwa 8 bis 12 Schnitte vollzogen werden, das macht beim einem Viertel Hektar Rebfläche, was ein guter Winzer am Tag maximal schafft, über 12.000 Schnitte täglich. Mit einer einfachen Handschere ist das nicht zu schaffen, hier nutzen die Winzer mittlerweile fast ausnahmslos batterie- oder druckluftbetriebene Rebscheren.

Anders beim immer mehr verbreiteten Minimalschnitt: Hier wird fast nichts abgeschnitten, allenfalls werden die Triebe, die zu weit vom Drahtrahmen entfernt hängen, mit einem umgebauten Laubschneider etwas zurückgeschnitten. Die Rebzeilen sehen dann wild aus – fast wie eine Hecke. Beim Minimalschnitt wachsen viel mehr Triebe, als bei anderen Erziehungsarten. Da es sich aber um kleinere, kürzere Triebe handelt verholzen sie bis zum Winter nicht komplett und fallen mit den Blättern nach dem Herbst größtenteils ab. So reguliert sich das Wachstum quasi von selbst. Der Minimalschnitt ist damit eine günstige Variante der Traubenproduktion, da nur ca. 70 Arbeitsstunden für die jährliche Bewirtschaftung im Gegensatz zu über 300 Arbeitsstunden in der klassischen Erziehungsart benötigt werden.

Quelle: Rheinhessenwein

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