Für den besten Start ins Jahr 2014…

Winzersekt – für den besten Start ins Jahr 2014

Silvester und Sekt – das gehört untrennbar zusammen.

Zu keiner Zeit des Jahres schießen mehr Korken aus der Flasche als in dieser Nacht.

Sekt gehört aber auch an den restlichen 364 Tagen des Jahres zu denjenigen Getränken, die in Deutschland ganz oben in der Beliebtheitsskala rangieren. Die Deutschen mögen es prickelnd. Sie haben im vergangenen Jahr 335 Millionen Liter Sekt getrunken, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 4,1 Litern beziehungsweise fünfeinhalb Sektflaschen pro Jahr entspricht. Bei einem geschätzten globalen Schaumweinmarkt von gut zwei Milliarden Flaschen pro Jahr wird somit rund jede fünfte Flasche Sekt, die weltweit konsumiert wird, hierzulande entkorkt. Damit dürften die Deutschen weltweit an der Spitze liegen.

Ein gutes Jahr sollte man mit einem guten Sekt beginnen. Sekt ist ein weiter Begriff, qualitativ gesehen. Und wer aufgrund hohen Anspruchs, aber geringer Sachkenntnis stets die noblen Verwandten aus Frankreich bevorzugt, weiß vielleicht gar nicht, was ihm entgeht an Vielfalt, Individualität und Ursprünglichkeit eines echten Winzersekts. Winzersekt aus Rheinhessen wird nach genau dem gleichen Verfahren hergestellt wie sein berühmter Verwandter. Mit allem, was dazugehört. Aus ausgesuchten Grundweinen spezieller Rebsorten, Jahrgängen und Lagen.

Zum Credo der Winzersekte gehört die traditionelle Flaschengärung mit der mindestens 9-monatigen Lagerung auf der Hefe, dem aufwändigen Rüttelvorgang und dem abschließenden Degorgieren. Die letzte Abstimmung erfolgt dann durch die Beigabe eines kleinen Flüssigkeitsausgleichs, der Dosage. Sie entscheidet über den Geschmack.


Winzersekt – die Erfindung aus Rheinhessen.

Dass der Winzersekt seinen Ursprung ausgerechnet in Rheinhessen hat, ist kein Wunder. Individualität wird in diesem Anbaugebiet besonders groß geschrieben. Und Individualität ist auch das Kennzeichen der Winzersekte.

Motor der Entwicklung in Rheinhessen ist die Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen. 1000 Winzer sind in dieser Gemeinschaft engagiert, die im Jahr 1981 gegründet wurde. Der Anstoß dazu war eine Trotzreaktion der Winzer, die nicht akzeptieren wollten, dass die meisten Sektkellereien einen großen Bogen um Grundweine aus den deutschen Anbaugebieten machten. Gegen die Markensekte der Großen setzen die Winzersektmacher ihre Individualsekte.

Seit der rechtlichen Verankerung im Jahr 1987 ist die Herstellung und Bezeichnung der Winzersekte definitiv geregelt. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass sich ein Qualitätsschaumwein aus einem bestimmten Anbaugebiet nur dann Winzersekt nennen darf, wenn er durch die traditionelle Flaschengärung aus einem Grundwein hergestellt wurde, dessen Bereitung ebenfalls vom  Hersteller durchführt wurde. In der Etikettierung des Winzersektes sind der Weinbaubetrieb, die Rebsorte und der Jahrgang als Pflichtangaben zu nennen.


Große Rolle für Riesling und Burgunder

Knapp 1 Mio. Flaschen Sekt wurden im vergangenen Jahr aus rheinhessischen Grundweinen hergestellt. Neben dem Winzersekt-Pionier Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen sind es mehrere Sektmanufakturen sowie die Weingüter selbst, die sich in dieser aufwändigen Sektherstellung engagieren. Insgesamt 220 Sekterzeuger, die ihre Sekte unter dem Namen des Anbaugebietes Rheinhessen auf den Markt bringen, sind zurzeit offiziell registriert.

70% der rheinhessischen Sekte werden in der Klassischen Flaschengärung hergestellt, die auch für die Bezeichnung „Winzersekt“ obligatorisch ist. Aus mehr als 20 verschiedenen Rebsorten werden die Winzersekte aus Rheinhessen bereitet. Der Riesling ist mit 40% dabei die wichtigste Rebsorte. Aufsteiger der letzten Jahre sind die Winzersekte aus den Burgunder-Sorten, die inzwischen einen Anteil von 28% haben – allein der Spätburgunder Weißherbst bedient bereits 19% des gesamten Winzersekt-Portfolios. Ein Paradiesvogel unter den Winzersekten ist mit beachtlichen 12 % die Scheurebe, die wie der Morio-Muskat (8%) dann zum Einsatz kommt, wenn ein besonders aromatischer Sekt gefragt ist.

Auch beim Sekt sind die Geschmackspräferenzen sehr verschieden. Bei den Winzersekten aus Rheinhessen entfallen auf die betont herbe Geschmacksrichtung (extra brut und brut) 30% der Menge, auf die harmonisch trockene Variante (extra trocken und trocken) 44% und auf die lieblichen Exemplare (halbtrocken und mild) 26% (Daten der Qualitätsweinprüfung 2013).

Die Sektmacher stellen sich dem Wettbewerb. Von den Winzersektproduzenten in Rheinhessen haben im vergangenen Jahr 54 Betriebe an der Prämierung der Landwirtschaftskammer teilgenommen. Dabei wurden insgesamt 116 Sekte angestellt. Beachtliche 56 % der angestellten Sekte wurden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Quellen:

Rheinhessenwein

www.deutscheweine.de

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Ein Gedanke zu “Für den besten Start ins Jahr 2014…

  1. La première chose à laquelle j’ai pensé en finissant de lire l&csruo;artiqle: je la poste sur mon mur Facebook ou je l’envoie à mes amis par Gmail? Bon j’ai préféré Gmail où j’utilise d’ailleurs un cercle Google+), mais bon…

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