Weinlese 2013 (2.)

177Wenn auch nur vereinzelt, aber man sieht die ersten Traubenvollernter in Rheinhessen fahren. Viele Winzer zögern derzeit noch mit dem Beginn der Weinlese, da sie die Sonnenstrahlen nutzen wollen. Rein rechnerisch kann die Weinlese auch erst in den nächsten Tagen beginnen, da die Trauben in ihrer Entwicklung von der Blüte bis zur Reife 100 Tage benötigen. Die Blüte war dieses Jahr infolge des nasskalten Frühsommers so spät, so dass auch die Weinlese im Vergleich der letzten Jahre später beginnt.

Die Winzer achten derzeit sehr genau auf den Gesundheitszustand der Trauben und nutzen die Schlagkraft des Vollernters für eine Lese zum richtigen Zeitpunkt in der Lese. Die Sonnenstrahlen sorgen immer noch für einen Anstieg der Mostgewichte um ca. 0,5° Grad Oechsle je Tag und auch die Säure baut sich weiter ab. Die kühleren Temperaturen sorgen für eine gute Aromaausprägung in den Trauben.

Derzeit werden in aller Ruhe vor allem Trauben für spezielle Produkte wie Sektgrundwein oder Traubensaft gelesen und verarbeitet. Gerade Traubensaft, der im Herbst kelterfrisch abgefüllt wird, schmeckt besonders gut.

177_2Aussagen zum Jahrgang lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer treffen. Abhängig vom Blütezeitpunkt (frühe Lagen sind dieses Jahr stärker verrieselt, späte Lagen zeigen ein guten Fruchtansatz) und damit dem Traubenbehang gibt es dieses Jahr extreme Spannweiten in den gemessenen Mostgewichten. Bekanntermaßen soll man auch den Jahrgang nicht eher loben, bis er im Keller ist, und da benötigen wir noch einige Tage Geduld bis einige Weinberge mehr gelesen sind.

Quelle: Rheinhessenwein

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