Blick in den Weinberg

Wachstumssprint in den Weinbergen

Nach dem kühlen Frühjahr bis Mitte Juni haben die Reben in der vergangenen Woche einen wahren Wachstumssprint hingelegt und sind innerhalb weniger Tage um bis zu einem halben Meter gewachsen. Gleichzeitig hat letzte Woche die Blüte begonnen, eine der spannendsten Entwicklungsphasen der Reben, da sich hier die Jahrgangsqualität und auch die Erntemenge maßgeblich entscheiden.

1014265_590924554273644_421412970_nDiese Woche erleben die Reben mit dem Temperatursturz eine Vollbremsung, sowohl der Wuchs wie auch die Blüte geraten ins Stocken. Letzteres kann der Qualität jedoch sogar förderlich sein, da eine leichte Verrieselung der Blüte eine Ertragsreduzierung bei lockerem Traubenaufbau bewirkt. Dieser ist positiv für die künftige Gesunderhaltung der Trauben.

Diese Temperaturphase ist für die Jahreszeit jedoch normal. Man bezeichnet diesen Zeitraum als „Schafskälte“. Damit sind empfindlich kühle, wechselhafte und oft auch regenreiche Tage gemeint, die sich nach einer ersten sommerlich warmen Witterungsperiode (die dieses Jahr allerdings sehr kurz ausfiel), Mitte Juni einstellen. Der Name „Schafskälte“ soll an die frisch geschorenen Schafe erinnern. Bei ihr handelt es sich um einen Witterungsregelfall, der statistisch eine unglaublich hohe Eintreffwahrscheinlichkeit von 89 Prozent hat.

DSC_0005Die Winzer sind derweil mit dem Einstecken der Triebe in den Drahtrahmen beschäftigt. Die ersten sind auch schon beim Laubschnitt. Damit soll Luft und Sonne an die Trauben gelangen, so dass diese besser abtrocknen und damit widerstandsfähiger gegen Mehltau und Botrytis werden. Die jungen Reben sind nach der Abtrocknung in den vergangenen Wochen gepflanzt.

Mit dem Abschluss der Blüte kann dann auch der Lesezeitpunkt in etwa berechnet werden. Etwa 100 Tage nach Abschluss der Blüte können die Trauben geerntet werden. Nach der schon späten Lese des vergangen Jahres wird diese wohl dieses Jahr noch später, erst Anfang/Mitte Oktober stattfinden. Aber das ist auch nur Statistik, wir hoffen allen noch auf Sommersonne und die kann die Entwicklung durchaus noch beschleunigen.

Quelle: www.rheinhessen.de 

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