Starkes Nahe-Trio im Kader der Wein-Nationalmanschaft

Hackenheim/Burg-Layen – Sie lieben Wein – und Fußball. Also, dachten sich hochkarätige Winzer aus Deutschland, verbinden wir beides doch miteinander und gründeten vor sieben Jahren die Wein-Nationalmannschaft. Von Anfang an dabei: Die Brüder Peter und Andreas Kaul aus Hackenheim sowie Armin Diel aus Burg-Layen.

Vertreten die Nahe-Region in der Wein-Nationalmannschaft: Armin Diel (Mitte) aus Burg-Layen sowie die Brüder Peter (links) und Andreas Kaul aus Hackenheim. Das Trio ist schon seit der Gründung vor sieben Jahren dabei.

Die Aufgabe war nicht gerade einfach, doch Andreas Kaul löste sie hervorragend. 2005 fand die Messe Weinwelt erstmals im Olympiastadion in München statt. Kaul arbeitete damals für die Agentur Projektbüro aus Ingelheim. Gemeinsam mit dem Agentur-Chef und heutigen Präsidenten der Wein-Nationalmannschaft, Norbert Heine, kümmerte er sich um die Organisation der Messe – vor allem ums Marketing. Um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, initiierte der Hackenheimer ein Benefizspiel im Olympiastadion zwischen Winzern und der Nationalmannschaft der Deutschen Spitzenköche und -Restaurateure – ein Volltreffer. Nicht nur, weil sich die Medien darauf stürzten. Auch, weil daraus die Wein-Nationalmannschaft erwuchs.

Heute zählt das Team 40 Spieler. Die meisten von ihnen sind Top-Winzer aus ganz Deutschland – neben Weinfunktionären und -journalisten, Vertretern aus der Industrie oder der Fachhochschule in Geisenheim. Eine perfekte Kontaktbörse also. Ehrenmitglied ist der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung, der regelmäßig mitkickt. Trainiert wird alle zwei Wochen von Frühjahr bis Herbst in Geisenheim, im Winter in der Soccerhalle am Hessenhaus in Bingen. Die Mannschaft finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Sponsoren, ist mittlerweile ein eingetragener Verein und professionell aufgestellt. Unter anderem gibt es einen Manager, der sich nur um die Spiele kümmert und zwei Mitarbeiterinnen fürs Marketing. Um ins Team aufgenommen zu werden, sollten Winzer ordentlich gegen das runde Leder treten können. Das reicht aber nicht, denn vor allem die Qualität ihrer Weine muss stimmen. Pro Jahr stehen nur wenige neue Plätze zur Verfügung. Dafür gibt’s bereits eine Warteliste. Bewerber werden beim jährlichen Trainingslager getestet – auch während der dritten Halbzeit.

In diesem Jahr geht’s vom 23. bis 25. März ins Camp in die Sportschule Edenkoben – erstmals mit dem neuen Trainer Erich Rutemöller, früherer Bundesliga-Coach des 1. FC Köln und von Hansa Rostock. Rutemöller bildet beim Deutschen Fußball-Bund Trainer aus und engagiert sich ehrenamtlich bei der Wein-Nationalelf, genauso wie sein Vorgänger Lothar Böhm, Ex-Profi bei Werder Bremen. Das zeigt, welches positive Image die Mannschaft hat – und dass sie so schlecht auch nicht spielen kann. „Es geht durchaus ehrgeizig zur Sache“, bestätigt Peter Kaul, der selbst zu den A-Spielern des Teams gehört und im defensiven Mittelfeld gesetzt ist.

Trotz aller sportlichen Ambitionen: Die Begegnungen stehen immer auch in Verbindung mit einer karitativen Aktion. Im Olympiastadion in München beispielsweise wurden Spenden für die Münchner Tafel gesammelt. Auch die Hilfsaktion „Wine safes life“ wurde schon einige Male von der Nationalelf unterstützt. „Grundsätzlich geht es darum, den Wein bekannter machen“, erklärt Peter Kaul. Über die deutschen Grenzen hinaus, denn mittlerweile gibt es sogar eine kleine Europameisterschaft mit Österreich, Slowenien, Ungarn, Schweiz und Italien. 2011 gewann Slowenien. Vom 7. bis 11. Mai steigt die nächste EM in Österreich. Und Peter Kaul ist sicher: „Das wird wieder ein Höhepunkt.“  Weitere Infos zur Wein-Nationalmannschaft unter www.weinelf-deutschland.de

Quelle: Stephan Brust, Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach

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