Junger Wein trifft frischen Spargel

Die Feinschmecker haben es – wie alle Jahre – kaum abwarten können, bis der erste deutsche Spargel auf den Wochenmärkten angeboten wurde. Jetzt hat die Wartezeit ein Ende, denn dank der milden Witterung, hat in vielen Regionen die Spargelernte bereits begonnen.


„Die Winzer sind für die Spargelsaison gerüstet, denn viele junge Weine des 2006er Jahrgangs sind bereits gefüllt und warten auf eine harmonische Begegnung mit dem frischen Spargel“, so das Deutsche Weininstitut (DWI).

Doch Spargel und Wein sind nicht einfach nur ein kulinarischer Hochgenuss, darüber hinaus sind sie seit Jahrhunderten für ihre wohltuende Wirkung bekannt, denn beide sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Spargel ist zudem mit nur ca. 20 Kalorien/100 g extrem kalorienarm. Durch den geringen Kohlenhydratgehalt, ihren günstigen Einfluss auf den Stoffwechsel sowie ihre blutdrucksenkende und diätetische Wirkung empfehlen sich die knackig-saftigen Stangen auch als ideale Speise für Diabetiker – die im übrigen nicht auf den Weingenuss verzichten müssen, wie aktuelle Studien zeigen.

In vielen Weinregionen wachsen Spargel und Reben in unmittelbarer Nachbarschaft, – dann gibt es beides, gut aufeinander abgestimmt, direkt und frisch vom Erzeuger vor Ort. Aber auch wenn man außerhalb der Weinregionen wohnt, lässt sich immer ein passender Tropfen zum Spargel finden. Durch ihre frische Frucht und Geschmacksvielfalt empfehlen sich die deutschen Weine als ideale Partner, die im Zusammenspiel variantenreiche Geschmacksergebnisse bieten.

Den „Spargelwein“ gibt es übrigens nicht, auch wenn man diesen Begriff manchmal findet. Dafür ist die Vielfalt, die sowohl der Spargel in seiner Zubereitungsweise als auch die Weine in ihrer Ausprägung bieten, viel zu groß. Interessante Rezeptvariationen und Weinempfehlungen gibt die DWI-Broschüre „Bestechend. Wein und Spargel – eine sinnliche Affäre“, die kostenlos hier im DWI-Onlineshop bestellt werden kann.

Tipps zur Harmonie von Spargel und Wein
Der klassische Spargel wird gestochen, noch bevor der Spargelspross aus der Erde lugt. Dann nämlich hat er sich seinen lieblich milden Geschmack bewahrt und zeigt allenfalls eine leichte zartbittere Note, die von Kennern sehr geschätzt wird. Ein so delikates Aroma sucht auch beim Wein seinesgleichen – und findet es beispielsweise im Silvaner, der mit seiner zurückhaltenden Art geschmacklich gern dem Spargel den Vortritt lässt.

Die milde Säure eines rheinhessischen Silvaners, seine feinen Fruchtnoten von Stachelbeere und Birne, begleitet sehr gut Spargelgerichte, die auf würzige Beigaben verzichten und den Spargel allenfalls mit Butter oder ganz mediterran mit Olivenöl und Kartoffeln zubereiten.

Feinrassiger Silvaner aus Franken empfiehlt sich auch zu delikatem Spargelsalat mit einer leichten, aber vor allem dezenten Vinaigrette, abgerundet mit der milden Würze von Kerbel oder Estragon. Das elegante nussige Aroma im Spargel unterstreicht wiederum ein delikater Weißburgunder, der mit vollerem Körper und zarten Fruchtaromen auch eine kräftige Sauce Hollandaise oder Remoulade gekonnt begleitet.

Zarte gedünstete Fischgerichte, zum Spargel serviert, finden im Silvaner oder Weißburgunder ebenfalls ausgewogene Begleiter. Etwas kräftig zubereitete Spargel-Fisch-Kombinationen wie etwa gebratener Lachs, Saibling oder auch Lachsforelle suchen eher die Gesellschaft eines Chardonnays.

Wer Spargel gerne in Gesellschaft von Garnelen und Scampi genießt, sollte auf eine eher milde Zubereitung der Krustentiere achten, damit das delikate Spargelaroma nicht überdeckt wird. Als Wein empfiehlt sich dazu ein Weißburgunder oder Rivaner, beide schwimmen mit diesem Menü auf einer gemeinsamen „Aromawelle“.

Bei der klassischen Spargel-Schinkenkombination beispielsweise spielt die salzige Komponente auf erfrischende Weise mit den feinen Aromen im Wein. Eine ausgewogene Bereicherung findet dieses Duo mit einem feinfruchtigen nicht zu trockenen Riesling. Je würziger der Schinken, umso kräftiger darf der Wein dazu auftreten. Eine Regel übrigens, die auch bei allen anderen Fleischbeilagen gilt. Und je mehr man in opulenten Buttersaucen schwelgt, umso spritziger darf die Weinbegleitung ausfallen.

Quelle: Deutsches Weininstitut

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