Letzte Event-Updates

Die Lage hat sich etwas entspannt

Gepostet am Aktualisiert am

Die trockenen Tage der letzten Woche lassen die Winzer derzeit etwas aufatmen, da die Gefahr für die Pilzkrankheit Peronospora etwas geringer geworden ist. In vielen Gemarkungen sind bereits herbe Verluste durch diese Krankheit zu beklagen. Es gilt jetzt die verbliebenen noch gesunden Trauben zu schützen.

Begleitend zu den Pflanzenschutzmaßnahmen werden jetzt Entblätterungsarbeiten durchgeführt, die die Abtrocknung und Besonnung der Trauben begünstigen und damit auch für die Gesunderhaltung der Trauben sorgen. Das geschieht mittlerweile komplett maschinell, die Blätter werden entweder abgesaugt oder abgezupft.Bei den Trauben kann man förmlich zusehen, wie sich die Beeren nach der Blüte in den vergangenen Tagen gefüllt haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Böden in diesem Jahr über ausreichend Wasser verfügen. Die meisten Reben stehen deshalb auch in sattem Grün da und wachsen prächtig. Neben den Laubarbeiten beginnen auch einige Winzer damit die Trauben zu teilen. So werden die Trauben lockerer und die Beeren quetschen sich nicht gegenseitig ab, da sie mehr Platz für ihr Dickenwachstum haben.Zur Qualität des Jahrgangs kann man jetzt natürlich noch nichts sagen, nur so viel, dass die Lese nicht allzu früh beginnen wird. Erwartet wird ein Lesestart eher Ende September.

Es wächst und wächst

Gepostet am

Wann dreht Petrus den Wasserhahn zu? Der bange Blick zum Himmel gehört mittlerweile zum Alltag der Winzer. Draußen im Weinberg wachsen die Reben unermüdlich, so dass die Winzer mit den Laubarbeiten kaum noch hinterher kommen.

Auch zwischen den Rebstöcken muss der Bewuchs flach gehalten werden, um die Belüftung der Reben sicherzustellen. Der Gesunderhaltung der Blätter und jungen Trauben gilt derzeit das Hauptaugenmerk der Winzer.

Im Hügelland beginnt im Moment die Blüte, am Rhein ist sie schon in vollem Gang. Auch hier wäre beständiges warmes Wetter für einen erfolgreichen Blüteverlauf sehr willkommen  Die Trauben zeigen jedoch keine so spektakulären Blüten wie viele andere Pflanzen. Die Blütenstände sind sehr filigran und in einer feinen weißen bis hellbeigen Farbe. Wenn man daran riecht, strömt ein leicht süßlicher Duft in die Nase, der bei voller Blüte sogar im kompletten Weinberg wahrnehmbar ist. Das Ende der Blüte erkennt man an den braunen „Käppchen“, die dann abgeworfen werden.

Mit dem Verlauf der Blüte wird ein wichtiger Meilenstein für den Jahrgang 2016 gelegt. Zum Ende der Blüte kann man den Lesetermin grob berechnen: 100 Tage braucht die Traube von der Blüte bis zur Vollreife. Da die Blüte in vielen Gemarkungen Rheinhessens später als im Durchschnitt der Jahre einsetzt, ist dieses Jahr wohl nicht mit einer Lese vor Ende September zu rechnen, es sei denn, weitere Wettereskapaden, Krankheiten oder Schädlinge machen noch einen Strich durch diese Rechnung.

Die Winzer drehen an der Qualitätsschraube

Gepostet am Aktualisiert am

HPIM5663

Die Sonne der letzten Tage hat den Reben gut getan. Die kalten Nächte Ende April haben die Knospen in fast allen Lagen unbeschadet überstanden. Die nächsten Tage stehen zwar kalendarisch noch die Eisheiligen an, es sieht jedoch nicht nach frostigen Nachttemperaturen aus.

Mittlerweile sind überall kleine Triebe gewachsen, an denen man sogar schon die Trauben oder wie der Fachmann sagt „Gescheine“ erkennen kann. Die Winzer entfernen jetzt neben den unerwünschten Trieben am Stamm auch die gerade bei den Burgundersorten häufig auftretenden Doppel- oder gar Dreifachtriebe. So wird zum einen der Ertrag reduziert, aber auch in der Laubwand für mehr Licht und Luft gesorgt, was für eine schnellere Abtrocknung der Trauben aber auch für eine bessere Besonnung sorgt.
Die Begrünungen wurden jetzt überall gemulcht und teilweise auch in den Boden eingearbeitet, was den Humusgehalt der Böden erhöht.

In Rheinhessen ist wieder Hiwwel-Touren-Zeit!

Gepostet am

„Hiwwel“ ist der rheinhessische Mundartbegriff für Hügel. Bei den sogenannten „Hiwwel-Touren“ handelt es sich um vier ganz besondere Premiumwanderwege in Rheinhessen.

wandern-am-bismarckturm.jpeg
Es wird endlich Frühling in Rheinhessen. Zeit, sich wieder hinaus in die Natur zu wagen, den einen oder anderen Hügel zu erklimmen – und die Landschaft und die Winzerdörfer entlang des Wegs zu genießen. Die zertifizierten Prädikatswanderwege durch das Hügelland laden jetzt förmlich dazu ein, denn überall fängt die Natur sich an zu recken!
Eine „Hiwwel-Tour“ ist rund 10 Kilometer lang und immer ein Rundweg. Es geht durch Weinberge und Wälder, die Wegeführung ist abwechslungsreich und die Ausblicke sind grandios. Gutes Schuhwerk ist immer empfehlenswert. Und etwas Kondition mitunter auch. Denn manch ein „Hiwwel“ kann es mit knapp 300 Höhenmeter auch schon mal in sich haben.
Zu den Besonderheiten einer „Hiwwel-Tour“ gehört übrigens auch die Beschilderung: Den Rest des Beitrags lesen »

Schönste Weinsichten 2016 gesucht

Gepostet am

Es handelt sich dabei um besonders spektakuläre Aussichtspunkte, die in eine (Rad-) Wanderung eingebunden werden.

Vom 1. bis zum 31. März 2016 kann jeder aus den Vorschlägen der Anbaugebiete online auf www.generation-riesling.de/news/schoenste-weinsichten-2016/ seinen Favoriten wählen. Die schönste Weinsicht jedes Anbaugebiets wird anschließend vor Ort mit einer drei Meter hohen Stele des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber gut sichtbar gekennzeichnet und im Verlauf des Jahres offiziell eingeweiht.

Unter allen Teilnehmern an der Online-Abstimmung verlost das DWI zehn attraktive Sachpreise. Die ersten drei Gewinner erhalten einen Artikel ihrer Wahl aus dem Onlineshop des DWI (www.shop.deutscheweine.de). Den Rest des Beitrags lesen »

In den Startlöchern……

Gepostet am Aktualisiert am

Die Traubenreife geht in die entscheidenede Phase, wir brauchen jetzt keinen Regen mehr. Die Niederschläge in der letzten Woche haben die Stressituation etwas entspannt und die Beeren haben sich gefüllt. Auf den leichten Böden Richtung Nahe sieht man gerade bei den jungen Reben jetzt die Trockenschäden dieses niederschlagsarmen Sommers: Die unteren Blätter sind schon verfärbt und teilweise abgestorben. Gerade hier ist eine intensive Kontrolle der Traubenreife nötig.

Lesebeginn bei Müller Thurgau wird in der letzten Septemberwoche sein. In den nächsten Tagen auf dem Programm: Trauben probieren, Zucker und Säure messen und hoffen, dass das Wetter so bleibt wie in den letzten Tagen….

IMG_20150909_085641
Müller Thurgau Mininmalschnitt

Blick in den Weinberg

Gepostet am Aktualisiert am

Die Beeren legen mächtig zu

Trauben im Juli, © DWI

Man konnte förmlich zusehen, wie sich die Beeren nach der Blüte in den vergangenen Wochen trotz der knappen Wasservorräte gefüllt haben. Der Regen fiel nur in Form von lokal begrenzten Gewitterschauern, so dass in vielen Lagen die Böd en immer noch stark ausgetrocknet sind. Manche Winzer berichten in solchen Lagen gar schon von sich färbenden Beeren, was die beginnende Reife andeuten würde. Dieses Phänomen kann aber auch durch die Wasserknappheit bedingt sein.

Jetzt ist das Augenmerk der Winzer auf die Gesunderhaltung der Trauben gerichtet. Es gilt neben der raschen Abtrocknung der Trauben zu vermeiden, dass die Beeren sich im Falle von stärker einsetzenden Niederschlägen gegenseitig abquetschen. Einige Winzer haben die Trauben bereits in der Mitte geteilt, um mehr Platz für das Dickenwachstum der Beeren zu schaffen.

Die Entbl ätterungsmaßnahmen zählen mittlerweile zu den Standardaufgaben qualitätsorientierter Winzer und sind überall abgeschlossen. In der derzeitigen Vegetationsphase und bei der starken Sonneneinstrahlung besteht auch die Gefahr von Sonnenbrand für die Beeren. Der nächste Zeitpunkt für die Entblätterung wäre dann wieder mit dem Reifebeginn möglich, da die Sonne dann nicht mehr so intensiv scheint und die weichwerdenden Beeren unempfindlicher sind.

Jetzt noch etwas Regen, ab Mitte August viel Sonne – aber nicht mehr so heiß – und trocken, dass wäre der Wettertraum der Winzer und auch die besten Voraussetzungen für den Jahrgang 2015. Aus den Erfahrungen vom letzten Jahr halten sich die Winzer derzeit noch mit Jahrgangsprognosen sehr zurück. Theoretisch wird nach der Regel von den 100 Tagen nach der Blüte die Lese etwa Mitte September beginnen, und erst dann kann man definitiv etwas zum 2015er sagen.