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Blick in den Weinberg

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Die Beeren legen mächtig zu

Trauben im Juli, © DWI

Man konnte förmlich zusehen, wie sich die Beeren nach der Blüte in den vergangenen Wochen trotz der knappen Wasservorräte gefüllt haben. Der Regen fiel nur in Form von lokal begrenzten Gewitterschauern, so dass in vielen Lagen die Böd en immer noch stark ausgetrocknet sind. Manche Winzer berichten in solchen Lagen gar schon von sich färbenden Beeren, was die beginnende Reife andeuten würde. Dieses Phänomen kann aber auch durch die Wasserknappheit bedingt sein.

Jetzt ist das Augenmerk der Winzer auf die Gesunderhaltung der Trauben gerichtet. Es gilt neben der raschen Abtrocknung der Trauben zu vermeiden, dass die Beeren sich im Falle von stärker einsetzenden Niederschlägen gegenseitig abquetschen. Einige Winzer haben die Trauben bereits in der Mitte geteilt, um mehr Platz für das Dickenwachstum der Beeren zu schaffen.

Die Entbl ätterungsmaßnahmen zählen mittlerweile zu den Standardaufgaben qualitätsorientierter Winzer und sind überall abgeschlossen. In der derzeitigen Vegetationsphase und bei der starken Sonneneinstrahlung besteht auch die Gefahr von Sonnenbrand für die Beeren. Der nächste Zeitpunkt für die Entblätterung wäre dann wieder mit dem Reifebeginn möglich, da die Sonne dann nicht mehr so intensiv scheint und die weichwerdenden Beeren unempfindlicher sind.

Jetzt noch etwas Regen, ab Mitte August viel Sonne – aber nicht mehr so heiß – und trocken, dass wäre der Wettertraum der Winzer und auch die besten Voraussetzungen für den Jahrgang 2015. Aus den Erfahrungen vom letzten Jahr halten sich die Winzer derzeit noch mit Jahrgangsprognosen sehr zurück. Theoretisch wird nach der Regel von den 100 Tagen nach der Blüte die Lese etwa Mitte September beginnen, und erst dann kann man definitiv etwas zum 2015er sagen.

Rheinhessische Weinprinzessin in Bourg en Bresse

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Zum 11. Mal präsen­tier­ten das Hacken­hei­mer Weingut Kaul seine Weine auf der »Foire aux Vins« in Ceyceriat, einem Nachbar­ort der Bad Kreuz­nacher Partner­stadt Bourg en Bresse.

Rheinhessische Weinprinzessin in Bourg en Bresse

Mit dabei war auch die Hacken­hei­me­rin Veronika Wügner, die seit letztem Jahr als rhein­hes­si­sche Weinprin­zes­sin das Anbau­ge­biet reprä­sen­tiert.

Die Veran­stal­ter und natür­lich auch zahlrei­che Gäste waren sehr angetan von der deutschen Hoheit und freuten sich, dass Veronika zusam­men mit der örtli­chen Weinkö­ni­gin Lisa die Veran­stal­tung eröff­nete. Auch beim tradi­tio­nel­len Rundgang der Majes­tä­ten, zusam­men mit den Mitglie­dern des Weinor­dens »La grappe d´or« wurden viele Fragen zur Amtszeit und zum deutschen gestellt. Für Veronika kein Problem, sie studierte ein halbes Jahr in Frank­reich und parlierte auf bestem Franzö­sisch mir den weinin­ter­es­sier­ten Franzo­sen.

Auch am Kaulschen Weinstand war sie aktiv und erklärte die Beson­der­hei­ten der deutschen Weine.

»Auch in diesem Jahr sind wir wieder sehr zufrie­den mit dem Besuch an unserem Stand. Das Haupt­in­ter­esse galt wieder unserer Spätlese und vor allem unserem Eiswein mit seiner inter­es­san­ten Geschichte.«

bilan­zierte der Hacken­hei­mer Winzer .

Foto oben: v. r. Weinprin­zes­sin Veronika, Xavier Breton (Depar­te­ments Abgeord­ne­ter), Weinkö­ni­gin Lisa, Winzer Peter Kaul

 

Blick in den Weinberg

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Die Arbeit am Jahrgang 2015 beginnt

Die ersten Winzer gehen jetzt schon wieder raus in den Weinberg zum Reben schneiden. Viele Weingüter bearbeiten mittlerweile eine solch große Rebfläche, dass sie schon jetzt mit dieser immer noch sehr arbeitsintensiven Maßnahme beginnen müssen.

Mit dem Rebschnitt werden die ersten Weichen für den neuen Jahrgang gestellt. Nahezu alle Triebe, die im letzten Jahr gewachsen sind, werden jetzt abgeschnitten. Ein Trieb soll nur stehen bleiben, aus dessen Knospen, oder wie der Winzer sagt „Augen“, die Triebe des kommenden Jahrgangs wachsen. Je nach Rebsorte verbleiben etwa 10 bis 12 Augen pro Stock. Je größer die Augenzahl je Stock, desto größer die potentielle Ertragserwartung. Wenn man eine Knospe in der Mitte teilt, kann man sogar schon jetzt die Trauben des nächsten Jahres sehen.

Zunächst werden vorwiegend die frosthärteren Rebsorten wie Riesling oder die Burgundersorten geschnitten. Mit den frostempfindlichen Rebsorten wie Portugieser, Dornfelder oder Silvaner warten die Winzer noch etwas. Ab März treten in der Regel keine Minustemperaturen von 15° und mehr auf, die den Reben schaden könnten.

Das Thema „Eiswein“ wird wohl dieses Jahr aufgrund der milden Temperaturen und des vielen Regens komplett ausfallen.

Quelle: Rheinhessenwein

Blick in den Weinberg

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2014 – Herbst

Das Roden von alten Weinbergen

Die Reben werden immer älter, aber hin und wieder ist das Roden unvermeidlich.

Hin und wieder ist das Roden der Reben unvermeidlich, auch wenn die Weinberge in den letzten Jahren immer älter werden. Etwa 25 bis 30 Jahre alt wird ein Weinberg derzeit durchschnittlich, manche auch noch viel älter. Das forcieren die Winzer auch, denn je älter ein Weinberg, desto filigraner strukturiert sind seine Weine. Die Wurzeln sind dann ganz weit, teilweise über 10m tief in den Boden eingedrungen und fördern die gesamte Mineralik in die Weine.

Aber manchmal will ein Winzer die Rebsorte wechseln, sind die Zeilen zu schmal oder die Rebstöcke sind einfach nicht mehr wuchsstark und dann wird der komplette Weinberg gerodet. Dabei wird auch der komplette Drahtrahmen entfernt. Die Stämme werden mit einem Spezialpflug herausgezogen. Die so genannten „Wingertsknorze“ sind als Dekoration oder auch als Brennstoff äußerst begehrt. Die Weinbergsfläche wird anschließend ca. 70 cm tief gelockert, bevor die neuen Reben im Frühjahr gepflanzt werden. Manche Winzer lassen die Fläche aber auch einige Jahre brach liegen, um dem Boden eine Regenerationsphase zu gönnen.

Mit schwerem Gerät werden die Rebknorze und die Wurzeln entfernt.Quelle: www.rheinhessen.de

Blick in den Weinberg – 2014 – Sommer

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186Die Beeren haben sich gefüllt

Man konnte förmlich zusehen, wie sich die Beeren in den letzten Tagen gefüllt haben. Die Blüte verlief gut und so ist der Fruchtansatz entsprechend hoch und die Trauben sind sehr kompakt.

Jetzt ist das Augenmerk der Winzer auf die Gesunderhaltung der Trauben gerichtet. Es geht darum zu vermeiden, dass die Beeren sich gegenseitig abquetschen. Einige Winzer haben die Trauben bereits geteilt, um mehr Platz für das Dickenwachstum der Beeren zu schaffen.

Viele sind derzeit am Entblättern, um die Abtrocknung der Trauben zu beschleunigen. Auch gilt es jetzt, im Gegensatz zu den trockenen Wochen im Juni, die Bodenwasservorräte zu verbrauchen. Hierzu unterlassen die Weingüter jegliche Bodenbearbeitung, um die Verdunstung und den Wasserverbrauch durch den Bewuchs zu fördern. So lässt man jetzt auch bewusst die Begrünungen zwischen den Rebzeilen etwas höher wachsen.

Im August sollte es eher trocken bleiben, so dass die Beeren in ihrem Wachstum nicht zu sehr zulegen und gesund in die Reife gehen. Auch die Sonne sollte jeden Tag scheinen, wobei die Temperaturen nicht zu hoch schießen sollten, um die frische Säure und die feinen Aromen der Trauben zu erhalten. Mit ersten Prognosen zum Jahrgang 2014 sollte man deshalb noch vorsichtig sein. Man kann zwar einen theoretischen Lesebeginn für Anfang September terminieren, da die Trauben 100 Tage nach der Blüte prinzipiell reif sind. Aussagen zur Qualität und zur Erntemenge sind aber derzeit noch sehr spekulativ.

Quelle: Rheinhessenwein

Blick in den Weinberg 2014 – Frühling

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Mai kühl und nass füllt der Bauern Scheun‘ und Fass …

1Im April wurden die Reben von der Sonne verwöhnt. Der Austrieb war so früh wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Drei Wochen Entwicklungsvorsprung waren es Ende April. Aber dann kam der Mai und der trat ordentlich auf die Bremse. Kühle Temperaturen und der eigentlich lang ersehnte Regen, wenn auch in manchen Gemarkungen nicht genügend. Sind das die von den Winzern gefürchteten Eisheiligen, die vom 12. bis zum 15. Mai für die letzten Nachtfröste verantwortlich gemacht werden? Das Wachstum der Reben geht jetzt nur noch sehr langsam voran. Die ersten Spekulationen um den nächsten Jahrhundertjahrgang sind wieder verstummt und man kehrt auf den Boden der Normalität zurück. Glaubt man der Bauernregel der Überschrift, so kann man vielleicht auf volle Fässer hoffen.2

Die Winzer können sich jetzt mit dem Entfernen der Doppeltriebe etwas Zeit lassen, da die Triebe nicht mehr ganz so schnell wachsen. Diese Arbeit ist nach dem Rebschnitt die zweite qualitätssteigernde Maßnahme im Weinberg. Gerade die Burgundersorten neigen zu Doppeltrieben, d. h. aus vermeintlich einer Knospe wachsen zwei Triebe, was den doppelten Ertragsansatz bedeutet.

Qualitätsorientierte Winzer sind deshalb derzeit damit beschäftigt, diese Doppeltriebe zu entfernen. So hat die spätere Laubwand mehr Licht und Luft, was zu einer besseren Besonnung und schnelleren Abtrocknung der Trauben führt. Weiterhin müssen die Triebe, die am Stammfuß stehen, entfernt werden. Diese „Wasserschosse“ stehen in Konkurrenz zu den oberen Trieben.

Quelle: Rheinhessenwein

 

 

Blick in den Weinberg, 2014 – Frühling

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In den Reben fließt der „Saft“

Außergewöhnlich früh ist dieses Jahr der Frühling nach einem sehr milden Winter nicht nur in den Weinbergen eingekehrt. Die Winzer müssen sich derzeit mit den vereinzelt noch zu erledigenden Rebschnittarbeiten sputen, denn wenn die Knospen schwellen, reißen beim Herausziehen des abgeschnittenen Holzes die Knospen ab. An den frischen Schnitten tropft derzeit der „Saft“. Die Winzer sagen dazu auch  „Weinen“ oder „Bluten“ der Reben. Diese kleinen Safttropfen an der Schnittstelle verhindern das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe. Bis zu einem Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren.
Gelehrte und Mediziner bescheinigten den kostbaren Tropfen bereits im Altertum eine heilende Wirkung. Sie seien gut für die Augen und Ohren, fördern die Seh- und Hörkraft, sie wirken positiv auf Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase, lindern sogar Brechreiz und dämmen das Wachstum von Warzen ein.

Viele Winzer sind derzeit noch mit dem „Biegen“ beschäftigt. Hier wird der Rebstock fürs laufende Jahr „in Form gebracht“, d. h. die Knospen werden durch das horizontale Anbinden der verbleibenden Rute im Drahtrahmen verteilt. Andere sitzen in den Startlöchern zum Pflanzen der neuen Weinberge. Hier sollte man jedoch noch etwas Geduld bewahren, da es frühmorgens noch häufig leichten Bodenfrost gibt und so die frisch gepflanzten Reben Schaden nehmen könnten.

Quelle: Rheinhessenwein