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Weinlese 2016: Viel besser als erwartet

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Und dies nach einem Vegetationsjahr, das  durch die Stress-Kombination aus einem sehr feuchtem, kühlen Frühsommer und dem Infektionsdruck des falschen Mehltaus den Winzern alles abverlangt hat –  schnelles Erkennen, praktikable Lösungen, entschlossenes Handeln, extremen Arbeitseinsatz, starke Nerven und eine doppelte  Portion Glück. Noch im Laufe des Sommers hatten wir einen Entwicklungsrückstand von über zwei Wochen  – dazu kam der Wettlauf mit der Kirschessigfliege beim Reifwerden der Trauben. Aber der September hat alles wieder gut gemacht. Mit sommerlichen Temperaturen hat er die Mostgewichte in die Höhe getrieben, die Trauben immer gut abgetrocknet, so dass der Mehltau keine Chance hatte und letztendlich damit auch der Kirschessigfliege den Garaus gemacht.

Nichtsdestotrotz sprechen wir in Rheinhessen von einem neidischen Herbst. Nicht wenige Weingüter waren von der guten Erntemenge völlig überrascht. Andere Winzer hatten in einigen Lagen jedoch  auch einen Totalausfall der Ernte zu beklagen. Nach aktuellen Schätzungen liegt die Erntemenge in Rheinhessen insgesamt nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität der geernteten Trauben war überall sehr gut, was vor allem der optimalen Aromareife der Trauben infolge sonniger Tage und kühler Nächte zu danken ist. Die Spitzenmostgewichte des 2015ers konnten nicht ganz erreicht werden, aber der neue Jahrgang spiegelt ein homogenes Bild von guten, reifen Trauben wider.

Die letzten Moste gären noch ganz langsam im Keller vor sich hin, die ersten Weine sind bereits abgefüllt und schon im Verkauf. Diese frühe Abfüllung ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Weine reifen über den Winter im Fass und werden erst im Frühjahr in Flaschen abgefüllt. Aber wir versprechen Ihnen, Ihre Geduld wird bestimmt belohnt …

zten Moste gären noch ganz langsam im Keller vor sich hin, die ersten Weine sind bereits abgefüllt und schon im Verkauf. Diese frühe Abfüllung ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Weine reifen über den Winter im Fass und werden erst im Frühjahr in Flaschen abgefüllt. Aber wir versprechen Ihnen, Ihre Geduld wird bestimmt belohnt …

Quelle: www.rheinhessen.de

Weinlese 2016: Ende gut, alles gut

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Weinlese 2016: Ende gut, alles gut

So gut hat diese Weisheit noch zu keinem Weinjahrgang 014gepasst wie zu diesem. Viele Winzer haben die Weinlese schon beendet, die Traubenvollernter drehen ihre letzten Runden. Einige Weingüter sind noch im Finale ihrer Weinlese und lesen jetzt selektiv von Hand die hochreifen Riesling-Trauben.

 Die überaus positive Einschätzung des Jahrgangs ist allen gemein. Hatte man doch solche Bedenken um die diesjährige Ernte: Probleme mit Mehltau in einem sehr feuchten kühlen Frühsommer, im Laufe des Sommers ein Entwicklungsrückstand von über zwei Wochen und der Wettlauf mit der Kirschessigfliege beim Reifwerden der Trauben. Aber der September hatte alles wieder gut gemacht. Mit sommerlichen Temperaturen hat er die Mostgewichte in die Höhe Handlese getrieben, die Trauben immer gut abgetrocknet, so dass der Mehltau keine Chance hatte und letztendlich damit auch der Kirschessigfliege den Garaus gemacht.Jetzt gären viele Weine noch langsam im Keller vor sich hin. Auch das ist gut, denn die niedrigen Temperaturen der letzten Lesetage sorgen auf natürliche Weise ohne großen Energieaufwand für eine gekühlte Gärung und damit für fruchtige Weine.

Weinlese 2016 – Blick in den Weinberg

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Einige Winzer zögern zwar noch immer mit dem Start der Lese, aber die meisten sind schon mittendrin im Herbstgeschehen. Durch das sonnige trockene Wetter der letzten Wochen besteht auch keine Eile und die Winzer können die Lese entspannt angehen.

 aimg_7428Die Entwicklung der Trauben liegt jetzt allerorten im Durchschnitt der Jahre, die Trauben mussten ja zunächst einmal den Rückstand aus dem wechselhaften Sommer aufholen. Momentan werden die frühen Rebsorten gelesen. Bezüglich der gefürchteten Kirschessigfliege waren die Winzer schneller und haben  die gefährdeten  roten Rebsorten Dornfelder und Regent einfach rechtzeitig gelesen. Diese gären bereits in den Kellern.Die Erträge sind bislang eher  moderat da im Frühsommer die Peronospora und im Spätsommer dann nochmal der Sonnenbrand für eine gewisse Ausdünnung gesorgt hat. Dies hat der Qualität aber keinen Abbruch getan. Der verbleibenden Trauben entwickelten sich prächtig und zeigen sich derzeit auch kerngesund. Die jetzt etwas kühleren Nächte und die warmen Tagestemperaturen sind für die Aromaentwicklung in den Trauben optimal. Auch die Weinsäuregehalte stellen sich jetzt auf moderate Werte ein. Der Reifezustand der Trauben ist in diesem Jahr extrem unterschiedlich. Das kann von Weinberg zu Weinberg schwanken. Hier wirken sich Entblätterungsmaßnahmen mit einhergehender Reifeverzögerung genauso aus, wie stark ausgedünnte Weinberge, bei denen sich die Traubenreife beschleunigt. So sind die Winzer jetzt nahezu täglich in den Weinbergen unterwegs, um den optimalen Lesezeitpunkt ihrer Trauben zu ermitteln.Die Winzer können mit den warmen Tagestemperaturen gut umgehen. Morgens, wenn es kühl ist, werden die weißen Trauben gelesen. Das gewährleistet einen langsamen Start in die Gärung. Die roten Trauben dagegen sollen schnell mit den Schalen angären und können deshalb bedenkenlos auch noch bei Temperaturen von über 20° C in den Mittagsstunden gelesen werden. Durch den überwiegenden Einsatz des Traubenvollernters lässt sich das auch gut planen.
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Ab der ersten Oktoberwoche wird die Lese der spätreifenden Rebsorten, also der Burgunder-, der Silvaner- und der Riesling-Trauben beginnen. Sicher gibt es einige Weingüter, die diesen Termin noch deutlich nach hinten verlegen, da sie einfach jeden Tag Sonnenschein nutzen wollen. Aber gerade die großen Betriebe und Genossenschaften haben einen genauen Plan, wann welche Sorten von den Winzern angelieferten werden dürfen.

Freuen Sie sich auf einen reifen fruchtbetonten Jahrgang, die ersten Kostproben vom 2016er gibt es derzeit als Federweißer schon überall zu probieren.

Die Lage hat sich etwas entspannt

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Die trockenen Tage der letzten Woche lassen die Winzer derzeit etwas aufatmen, da die Gefahr für die Pilzkrankheit Peronospora etwas geringer geworden ist. In vielen Gemarkungen sind bereits herbe Verluste durch diese Krankheit zu beklagen. Es gilt jetzt die verbliebenen noch gesunden Trauben zu schützen.

Begleitend zu den Pflanzenschutzmaßnahmen werden jetzt Entblätterungsarbeiten durchgeführt, die die Abtrocknung und Besonnung der Trauben begünstigen und damit auch für die Gesunderhaltung der Trauben sorgen. Das geschieht mittlerweile komplett maschinell, die Blätter werden entweder abgesaugt oder abgezupft.Bei den Trauben kann man förmlich zusehen, wie sich die Beeren nach der Blüte in den vergangenen Tagen gefüllt haben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Böden in diesem Jahr über ausreichend Wasser verfügen. Die meisten Reben stehen deshalb auch in sattem Grün da und wachsen prächtig. Neben den Laubarbeiten beginnen auch einige Winzer damit die Trauben zu teilen. So werden die Trauben lockerer und die Beeren quetschen sich nicht gegenseitig ab, da sie mehr Platz für ihr Dickenwachstum haben.Zur Qualität des Jahrgangs kann man jetzt natürlich noch nichts sagen, nur so viel, dass die Lese nicht allzu früh beginnen wird. Erwartet wird ein Lesestart eher Ende September.

Es wächst und wächst

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Wann dreht Petrus den Wasserhahn zu? Der bange Blick zum Himmel gehört mittlerweile zum Alltag der Winzer. Draußen im Weinberg wachsen die Reben unermüdlich, so dass die Winzer mit den Laubarbeiten kaum noch hinterher kommen.

Auch zwischen den Rebstöcken muss der Bewuchs flach gehalten werden, um die Belüftung der Reben sicherzustellen. Der Gesunderhaltung der Blätter und jungen Trauben gilt derzeit das Hauptaugenmerk der Winzer.

Im Hügelland beginnt im Moment die Blüte, am Rhein ist sie schon in vollem Gang. Auch hier wäre beständiges warmes Wetter für einen erfolgreichen Blüteverlauf sehr willkommen  Die Trauben zeigen jedoch keine so spektakulären Blüten wie viele andere Pflanzen. Die Blütenstände sind sehr filigran und in einer feinen weißen bis hellbeigen Farbe. Wenn man daran riecht, strömt ein leicht süßlicher Duft in die Nase, der bei voller Blüte sogar im kompletten Weinberg wahrnehmbar ist. Das Ende der Blüte erkennt man an den braunen „Käppchen“, die dann abgeworfen werden.

Mit dem Verlauf der Blüte wird ein wichtiger Meilenstein für den Jahrgang 2016 gelegt. Zum Ende der Blüte kann man den Lesetermin grob berechnen: 100 Tage braucht die Traube von der Blüte bis zur Vollreife. Da die Blüte in vielen Gemarkungen Rheinhessens später als im Durchschnitt der Jahre einsetzt, ist dieses Jahr wohl nicht mit einer Lese vor Ende September zu rechnen, es sei denn, weitere Wettereskapaden, Krankheiten oder Schädlinge machen noch einen Strich durch diese Rechnung.

Die Winzer drehen an der Qualitätsschraube

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Die Sonne der letzten Tage hat den Reben gut getan. Die kalten Nächte Ende April haben die Knospen in fast allen Lagen unbeschadet überstanden. Die nächsten Tage stehen zwar kalendarisch noch die Eisheiligen an, es sieht jedoch nicht nach frostigen Nachttemperaturen aus.

Mittlerweile sind überall kleine Triebe gewachsen, an denen man sogar schon die Trauben oder wie der Fachmann sagt „Gescheine“ erkennen kann. Die Winzer entfernen jetzt neben den unerwünschten Trieben am Stamm auch die gerade bei den Burgundersorten häufig auftretenden Doppel- oder gar Dreifachtriebe. So wird zum einen der Ertrag reduziert, aber auch in der Laubwand für mehr Licht und Luft gesorgt, was für eine schnellere Abtrocknung der Trauben aber auch für eine bessere Besonnung sorgt.
Die Begrünungen wurden jetzt überall gemulcht und teilweise auch in den Boden eingearbeitet, was den Humusgehalt der Böden erhöht.

In Rheinhessen ist wieder Hiwwel-Touren-Zeit!

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„Hiwwel“ ist der rheinhessische Mundartbegriff für Hügel. Bei den sogenannten „Hiwwel-Touren“ handelt es sich um vier ganz besondere Premiumwanderwege in Rheinhessen.

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Es wird endlich Frühling in Rheinhessen. Zeit, sich wieder hinaus in die Natur zu wagen, den einen oder anderen Hügel zu erklimmen – und die Landschaft und die Winzerdörfer entlang des Wegs zu genießen. Die zertifizierten Prädikatswanderwege durch das Hügelland laden jetzt förmlich dazu ein, denn überall fängt die Natur sich an zu recken!
Eine „Hiwwel-Tour“ ist rund 10 Kilometer lang und immer ein Rundweg. Es geht durch Weinberge und Wälder, die Wegeführung ist abwechslungsreich und die Ausblicke sind grandios. Gutes Schuhwerk ist immer empfehlenswert. Und etwas Kondition mitunter auch. Denn manch ein „Hiwwel“ kann es mit knapp 300 Höhenmeter auch schon mal in sich haben.
Zu den Besonderheiten einer „Hiwwel-Tour“ gehört übrigens auch die Beschilderung: Den Rest des Beitrags lesen »