Archiv fürWeinrallye

Weinrallye #10

Weinrallye Das Thema der zehnten Rallye, ausgerichtet von Christoph auf www.originalverkorkt.de lautet: Chenin Blanc – Weine zwischen Kult und Massenproduktion.

Kurz nach Bekanntgabe dieses Themas waren wir in Frankreich auf einem Foire aux vins in Ceyzeriat bei Bourg en Bresse. Was lag näher als am Stand von Monsieur Maurice Forest, Domaine de Rochambeau vorbeizuschauen. Dieses Weingut, an der Loire bei Angers gelegen, produziert neben den Roten aus Gamay und Cabernet seine Weißweine ausschließlich aus Chenin blanc unter der Herkunftsbezeichnung Coteaux de l`Aubance.

Der biologisch arbeitende Winzer freute sich über unserer Interesse an seinen Chenin und gewährte uns eine Probe seiner Produkte.

Neben den traditionell trocken ausgebauten Weinen hatte er zwei Süßweine dabei und wir entschieden uns aufgrund seiner Jugend für den 2007er mit dem passenden Namenszusatz “Plaisir”.

Gelbe Früchte und leichte Botrytis in der Nase, angenehme Süsse-Säure, passte heute perfekt zu gratiniertem Ziegenkäse mit Honig, Schinken und Provencekräutern.

Sehr gut als eiskalter Aperitif oder zur Leberpastete. Für ca. 7 Euro ein angenehmer Zeitgenosse , der jung getrunken werden sollte!

Andreas +Peter

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Weinrallye #9

WeinrallyeWeinrallye #9, angekündigt von Harald Steffens vom Weingut Steffens-Keß, Thema: Alltagsweine!

Dann will ich mal ehrlich sein, auch wenn es vielleicht nicht besonders originell ist.

Mein “Alltagswein” ist definitiv ein Riesling. Er ist trocken und auf keinen Fall ein Schwergewicht. Große Gewächse, trockene Spät- oder Auslesen, Selection oder wie auch immer die Weine im sog. Premiumsegment heißen, lasse ich gerne mal stehen für einen spritzigen trockenen “einfachen” Wein (mal den Kostenfaktor ganz außen vor gelassen).

Riesling trockenSo einer ist mir neulich beim Trainingslager der WEINELF ins Glas gekommen. Michael Trenz, vom gleichnamigen Johannisberger Weingut im Rheingau hatte ihn dabei. 2006er Kabinett trocken. Herrlich.

Auch ein 2006er Riesling Kabinett trocken vom Weingut Maier in Baden-Baden kam dieser Idealvorstellung nahe. Etwas weniger Säure als sein Rheingauer Kollege aber mit 11,0 Vol% Alkohol ein bemerkenswert leichter Vertreter. Er ist mir zu Weihnachten geschenkt worden.

Der Wein, den ich aber definitiv am häufigsten im Glas hab, ist - wie könnte es anders sein - unser 2006er Riesling QbA trocken vom Weingut Willi & Peter Kaul. Und das war ja das Thema der Weinrallye. Mein Alltagswein stammt aus dem eigenen Keller.

Riesling trocken

Andreas

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Weinrallye #8

WeinrallyeWeinrallye #8, angekündigt von Iris vom Weingut Lisson Thema: Etikettentrinker - alles fürs Auge. Das können zum einen Weine sein, die man ganz wörtlich wegen des Etiketts gekauft hat oder aber klassische Etikettentrinkerweine, also die Kultweine dieser Welt. Wir hatten gerade keinen trinreifen Mouton im Keller und entschieden uns deshalb für die erstere Variante, zumal wir neulich einen Wein nur wegen seinem Etikett fotografiert, gekauft und jetzt auch getrunken haben:

2005 Montana East Coast, Unoaked Chardonnay, Neuseeland, 7,99 Euro bei Edeka

Ich finde diese ungeholzte Bezeichnung, obwohl mittlerweile in Übersee weit verbreitet, immer noch mehr als merkwürdig. Das klingt ja fast schon ironisch (dieser Wein wurde nicht mit Chips aromatisiert, wobei es bei 7,99 ja fast schon ein echtes Fass gewesen sein könnte?)

Montana ist mit mehr als 2000 ha die grösste Kellerei in Neuseeland und produziert neben Massenweinen auch hochwertige Erzeugnisse, welche weltweit vertrieben werden.

Ein ganzes Team von Winemakern ist für die verschiedenen Weine von Montana verantwortlich. Die Winemaker von Montana (Andy Frost, 1997 und Jeff Clarke, 1999) wurden bei der International Wine Challenge in London zum White Wine Maker of the years gewählt. Die Weinberge von Montana liegen in Gisborne in der Ebene im Norden der Südinsel Neuseelands und bekommen eine Menge Sonne ab. Aus diesen Weinbergen stammt auch unser Chardonnay.

Die Anbauregion Marlborough ist - wohl auch durch den Einfluß von Montana - in der Zwischenzeit zur bedeutendsten Region in Neuseeland geworden. Hier stehen 40% der gesamten Rebfläche Neuseelands. Das Klima ist für den Anbau von aromatischen Sauvignon Blanc geradezu ideal und auch dem Pinot Noir sagt man hier eine große Zukunft voraus. Es ist in Marlborough kühler im Vergleich zu anderen Regionen auf der Nordinsel, trotzdem kann die Hauptstadt Blenheim oft die längste Sonnenscheindauer im Land verzeichnen. Neben den sonnigen Tagen ermöglichen vor allem die klaren, kühlen Nächte und die trockenen Herbste eine langsame, das Aroma intensivierende Reife. Die steinigen, kargen Böden tragen einen weiteren Teil zur Reife vollaromatischer Trauben bei. Besonders beeindruckend sind die Bergketten die rings um Montana bis zu einer Höhe von 3000m aufsteigen. Auf der Nordinsel fühlen sich die Rebsorten Chardonnay, Cabernet und Merlot wohler, da das wärmere Klima sich günstig auf die Aromenentwicklung dieser Rebsorten auswirkt. Die Weinregionen Gisborne und Hawke´s Bay liegen an der Ostseite der Nordinsel, folglich tragen Weine, deren Anteile aus beiden Gebieten stammen, die Bezeichnung East Coast. (Quelle: www.eworld24.de)

Zum Wein: Er gehört zur Montana Classic Linie. Eine kleine Fruchtbombe, exotischen Aromen, angenehm trocken (Süsse 2,5 Säure 7,1) schmelzig (13% vol) und trotz Versprechen auf dem Etikett mit sehr deutlichem Neuholzflair! Mit 2 Jahren, trotz Stelvinverschluss schon deutlich gereift. Ein Kollege, der das letzte Jahr in einem Weingut in Neuseeland verbrachte bestätigte meine Vermutung: Ungeholzte Chardonnays werden in den letzten Jahren zunehmend nachgefragt und unter der Bezeichnung “unoaked” auch angeboten. Es kann dann schon mal passieren, das ein Anteil “oak aged” dazuverschnitten wird um den Basiswein etwas aufzupäppeln. Auf der Montana Website heisst es dazu: “The wines were then racked to a blend, fined and stabilised.”

Peter

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Weinrallye #8

WeinrallyeDie Weinrallye #8 hat sich angekündigt. Besser gesagt Iris vom Weingut Lisson hat sie angekündigt. Thema: Etikettentrinker - alles fürs Auge. Das können zum einen Weine  sein, die man ganz wörtlich wegen des Etiketts gekauft hat oder aber klassische Etikettentrinkerweine, also die Kultweine dieser Welt. Für welche Variante wir uns entscheiden, werden wir uns noch überlegen.

Andreas

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Weinrallye #7 - Die Zusammenfassung

WeinrallyeDie Weinrallye # 7 ist gelaufen. Am Donnerstag ging sie über die Server. Vielen Dank für die Beiträge, wir hoffen, wir haben alle in unserer Zusammenfassung drin.

Zunächst einmal etwas Statistik: Es erschienen 16 Beiträge von 13 Autoren. 23 Weine wurden probiert davon 21 Stillweine und zwei Perlweine. Es gab 2 Dopplungen.

Soweit das rückverfolgbar ist, teilen sich die Weine in folgendende Herkünfte auf: Frankreich war mit 7 Weinen am häufigsten vertreten, gefolgt von Italien und Deutschland mit je 6. Österreich, Spanien, Australien und Südafrika je einmal.

Bag in Box war mit 12 Proben die häufigste Verpackungsart, 6 Dosen wurden geöffnet und 5 Tetra Paks aufgeschlitzt, je einmal gab es Wein in Plastikbechern und Mario Scheuermann zauberte eine Minute nach Mitternacht einen südafrikanischen Wein im Beutel aus dem Hut. Quasi ein Bag out of Box.

Hinsichtlich des eigentlichen Ziels der Rallye, nämlich die Trinkbaren unter den Weichpackungen aufzuspüren, ergibt sich folgende quantitative Aufteilung:

Absolut trinkbar: 8
Bedingt trinkbar: 5
Nicht trinkbar: 10

Betrachtet man sich nun die Herkünfte der “trinkbaren” unter den Weinen, stellen wir fest: Mit Ausnahme des Südafrikaners im Beutel, waren alle übrigen aus Frankreich und im Bag in Box verpackt.

Update, 12.01.: Bei den Trinkbaren waren natürlich auch noch die drei Deutschen von der Mosel dabei, die Harald Steffens aufgspürt hat.

Darüber hinaus stammten diese Weine nicht aus dem deutschen LEH, sondern entweder aus dem Fachhandel oder sie sind nicht auf dem deutschen Markt zu haben und im Ausland besorgt worden. Was folgern wir daraus: 1. Wohl besser Finger weg von Tetra Pak und Dosen, 2. BiB, die für den Export bestimmt sind, können durchaus saubere Weine enthalten, 3. In anderen Ländern, speziell Frankreich (Es gibt sogar Designerboxen), hat der BiB eine größere Akzeptanz als hierzulande, entsprechend wird mehr und besserer Wein entsprechend vermarktet…

Und hier die Beiträge, die uns zu diesen kühnen Erkenntnissen führen:

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Weinrallye #7 - Endspurt

WeinrallyeZu späterer Stunde haben sich auch noch das Weingut Lisson, myexperience4u und Planet Bordeaux mit einem Beitrag gemeldet. Auch Lars von Schreiberswein hat sich überwinden können

Und mit einem Zielsprung hat es auch noch der Drink Tank geschafft.

Die Zusammenfassung und die offzielle Entschuldigung für die Themenstellung folgt in den nächsten Tagen.

Andreas

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Weinrallye #7 - Zwischenstand

WeinrallyeEs hat sich im Laufe des Tages einiges getan. Wir haben mit unserem Thema offenbar die Geschmacksnerven der Autoren auf eine harte Probe gestellt… Dennoch oder gerade deswegen freuen wir uns über die Beiträge.

Lars von Schreiberswein ist noch auf der Suche nach einemGeorgier im Tongefäß. Vielleicht schafft er es noch rechtzeitig… Helgas Beitrag auf Notebook München wurde durch einen mehr oder weniger glücklichen Zufall erst ermöglicht. Viva Vino Matthias hat sich in Frankreich umgesehen während San Lorenzo Matthias bei dieser Rallye passen musste. Wolf von Hausmannskost nimmt einen italienischen Massenwein unter die Lupe. Die Notizen für Genießer haben mit ihrem Beitrag zur Rallye #6 quasi inen Frühstart für Nr. 7 hingelegt und schieben jetzt einen Test von Dosenlambrusco und Glühwein nach. Auf verkostet.de ist ein Beitrag über Joghurt-Becher-Weine erschienen. Und Thomas vom Winzerblog hat sich wie Helga für den Lidl-Prosecco entschieden und hat noch dazu einen Geheimtipp für den großen Durst…

Soweit wir das überblicken ist das der Stand der Dinge. Zwei Winzerkollegen sind ja bereits heute nacht gestartet.

Andreas

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Weinrallye #7 - Jura und Bordeaux in der Box

WeinrallyeAlles außer Glas - “Trinkbare” Weine aus Tetra Pak, Bag in box und Co. Wir entschieden uns für zwei französische Weine in Bag in Box verpackt.

Diese verkostete ich am Sonntag, 6.1.08 mit meiner Frau und am Dienstag, 8.1.08 mit zwei Winzerkollegen aus Hackenheim und einem befreundeten Weinkenner.

Jura

Le Pot des Montagnards Blanc - Special Fondue/Raclette

(fand ich eine gute Idee den Wein so zu vermarkten)

2,90 Euro/Liter Bag in Box

Abgefüllt von Jean Perrier, 73800 Les Marches, Savoie

gekauft bei Intermarché, Beaune, Frankreich

Sonntag, 6.1.08: Die Farbe sagte schon einiges aus: Goldgelb, im typischen Jura-Savoie Stil oxidativ ausgebaut (der Alterungston könnte auch in Zusammenhang mit der Verpackung stehen.), sehr säurebetont. Passte gut zum Raclette mit kräftigem Käse und deftiger Wurst, ist allerdings mehr als gewöhnungsbedürftig für diejenigen die Juraweine nicht zu schätzen wissen. Wer schon einmal einen “Coq au vin jaune” mit Morcheln oder einen drei Jahre alten Comté mit einem solchen Wein genossen hat, der weiss, das diese Art der Weinbereitung durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Natürlich hat der Inhalt nicht im Entferntesten etwas mit einem “Gelben Wein” zu tun.

Dienstag, 8.1.08: Die Alterungsnote hat deutlich zugenommen. Der Wein ist, selbst mit viel Wohlwollen nicht mehr zu geniessen. Lag wohl doch an der Verpackung und nicht am Weinstil!

Bordeaux A.C. Réserve de Velours

3 Euro /Liter Bag in Box

Abgefüllt von Expert Club, F-79232 Prahecq

gekauft bei Intermarché, Beaune, Frankreich

Sonntag, 6.1.08: Untypische Bordeauxnase (meine Frau tippte blind auf einen kräftigen Dornfelder!)
Mit Luft nahm diese kirschfruchtigkeit zu und die ruppigen, grünen Tannine wurden weicher. Für die Qualität und den Preis aber mehr als ok, ideal für die Grillparty zum gut gegrilltem Rindersteak.

Dienstag, 8.1.08: Oxidative Nase nach 2 Tagen (obwohl laut Verpackung 5 Wochen garantierte Qualität nach Öffnung des Zapfhahn.) Tannine mehr als rund und Zeit zum Austrinken.

Fazit : Als Partyweine durchaus geeignt, wenn sie innerhalb kurzer Zeit getrunken werden. Der Plastiksack scheint, trotz aller Vorteile, aus weinsensorischer Sicht alles andere als der ideale Behälter für Wein zu sein. Wichtig wäre meines Erachtens auch, das Fülldatum auf den Karton zu drucken, um so zu verhindern einen Bag zu erwischen, der schon 5 Jahre im Regal steht!

Ps : Meine Kollegen und ich “trösteten” uns dann mit einem sehr guten Chambolle Musingy 2001 von Amiot Servelle

Peter

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Weinrallye #7 - die ersten Artikel

WeinrallyeHarald Steffens vom Weingut Steffens-Keß machte um 0:01 Uhr den Anfang. Hut ab, was er sich da abverlangt hat und es waren bei den den zehn probierten Weinen auch tatsächlich ein paar Trinkbare dabei. Lesen Sie selbst.

Kurz danach hat Bernhard Fiedler um 0:02 Uhr seinen Artikel veröffentlicht. In seinem Weinblog beschreibt er seine Begegnung mit einem 99 Cent TetraPak. Er hatte schlimme Vorurteile gegenüber des Inhaltes und wollte nun ein für allemal klären, ob er und seine Mitprobanden diese zu Recht oder zu Unrecht hegten. Das Experiment beschreibt er ausführlich hier.

Andreas

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Weinrallye #7 - los geht´s

WeinrallyeDie Weinrallye # 7 ist eröffnet! “Alles außer Glas” darf heute verkostet werden…

Hier noch einmal Details zum Thema. Wir sind gespannt auf die Resonanz und freuen uns über jeden Beitrag. Normalerweise würde ich sagen: “Holt Eure Korkenzieher raus und verkostet” aber das ist in dem Fall dann wohl unpassend. Vielleicht besser: “Scheren raus…”

Passend zu unserem Weinrallye-Thema hat Wein + Markt in der aktuellen Ausgabe des Magazins Weine in sog. Weichpackungen unter die Lupe genommen. Mit einem wenig schmeichelhaften Ergebnis: 42 Tetra Pak-Weine, 32 Bag in Box und 3 Weine aus Plastikflaschen - davon fielen drei Viertel bei der Jury als “unterdurchschnittlich” durch. Bei der Verkostung kamen ausschließlich Weine aus dem deutschen LEH ins Glas. Nachzulesen in Wein + Markt 1/2008 S. 14 bis 18.

Vielleicht sieht es ja in anderen Ländern anders aus mit den Qualitäten. Kaulwein-Weblog-Chefverkoster Peter hat sich in Frankreich umgesehen und zusammen mit einigen Winzerkollegen aus Hackenheim verschiedene Franzosen unter die Lupe genommen. Sein Bericht geht im Laufe des Tages hier online. Außerdem werden wir einen Zwischenbericht über die Rallye geben und in den nächsten Tagen dann die Gesamtzusammenfassung.

Viel Spaß

Andreas

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