Archiv fürWeinberg

Neue Riesling Reben

Endlich mal wieder Zeit zum Bloggen und mit Erstaunen hab ich fest gestellt, dass unser letzter Eintrag schon einige Tage zurückliegt. Die Gründe sind einfach (nein nicht zuviel Arbeit, die gibts das ganze Jahr!!): Andreas war letzte Woche in Kanada und machte dort Werbung für deutsche Weine und hier hatten wir 4 Tage französische Gäste aus unserer Partnergemeinde Tossiat zu Gast. Da blieb neben SIghtseeing, Busfahrten, Empfängen , Aperitif und Festessen leider der Weblog auf der Strecke, c`est la vie !! Den Rest des Beitrags lesen »

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Endlich Frühling!!

Seit dem vergangenen Wochenende stehen die Zeichen auf Frühling: Die Temperaturen sind merklich angenehmer geworden und auch wenns im Schatten schon mal schnell frisch wird und das Wetter noch keinesfalls konstant ist: Die Winterjacken können wohl eingemottet werden. In den Weinbergen tut sich einiges, neben dem schön anzuschauenden blühenden Löwenzahn beginnt der Austrieb der Reben. Der Termin entspricht ungefähr dem langjährigen MIttel. (14 Tage Rückstand gegenüber dem Extremfrühjahr 2007!!!) Auch die Wasserversorgung war ausreichend und mit 180 Liter/qm seit Februar deutlich über dem langjährigen, dreimonatigen Schnitt. Gute Startbedingungen also für dem Jahrgang 2008. Der 2007er macht uns täglich mehr Spass bei unseren Proben: viel Frucht, Extrakt und reife Säure bei den Weissweinen und dichte, konzentrierte Rote mit reifen Tanninen. Nach zwei, drei Wochen Ruhezeit nach der Flaschenfüllung werden die ersten im Verkauf sein. Wir berichten gerne darüber!!

Peter

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Weinberg-Praktikum, ein Bericht aus Schleswig Holstein

Weinberg-Praktikum bei Weingut Kaul in Hackenheim

Bericht aus Schleswig-Holstein über ein zwei-wöchiges Praktikum in Rheinland-Pfalz 1.-11.April 2008

…Ein Praktikum im Weinberg hat bestimmt ganz neue und eigene Reize…

Mit der Vorfreude, einen landwirtschaftlichen Beruf in entfernter Umgebung kennenzulernen, bin ich von Hamburg nach Bad Kreuznach gereist. Auch wenn ich im April nicht mehr unbedingt mit Schnee-Schauern gerechnet hätte, haben die beiden Wochen mir einen Überblick im Winzer- Beruf verschafft. Sicherlich hätte es bei Sonnenschein und 20°C auch keinen selbstgekochten Glühwein auf dem Berg gegeben. Am ersten Tag wurden mir auf einer kleinen Rundfahrt Umgebung, Landfläche und gleichzeitig Unterschiede zwischen den Sorten in Anbau und Handhabung gezeigt. Danach konnte ich mich auf dem Weingut umschauen und bekam Erklärungen dazu.Die Hauptarbeit meiner Praktikumszeit bestand darin, die Reben der geschnittenen Weinstöcke am Draht herunterzubiegen. Außerdem durfte ich geschäftliche Erledigungsfahrten begleiten und lernte dabei die Flaschen-Abfüllerei, die Sektherstellung, Fachhandlungen für Kellerei-Betriebe und Verbindungen zu anderen örtlichen Betrieben kennen. Im Weinberg musste die ein oder andere Reparatur (z.B. Drähte spannen, Stäbe und Pfähle wechseln,..)vorgenommen und dünne Stämme junger Pflanzen mit Gummis festgebunden werden, damit der Wein bei wärmeren Temperaturen wachsen kann und gestützt ist. Von einem gepflügten Feld sammelten wir alte Wurzeln ein, die zum Trocknen gelagert werden, bis sie verbrennbar sind. Die Weinfässer im Keller werden regelmäßig aufgefüllt und die Pfropfen gereinigt. Dabei wird der Wein auch probiert und vereinzelte Proben für Tests (auf Säure-/Zuckergehalt) ins Labor geschickt. Nachdem wir dies an einem kalten Vormittag erledigt hatten, veranstalteten wir abends eine Weinprobe vorm Kaminfeuer. Da der Wein so berauschend lecker schmeckte, gab es sogar einen Shuttle-Service nach Hause. Abgesehen von den beruflichen Eindrücken, die mir das Praktikum eingebracht hat, freue ich mich über die kulturellen Erfahrungen, die ich auf dieser Reise sammeln konnte. Mir bleibt zu sagen, dass Menschen und Umgebung so toll waren, dass ich dringend gerne wiederkommen möchte, um auch weitere Arbeiten und Veranstaltungen zu anderen Jahreszeiten kennenzulernen.

Aus meinem Nachtzug nach Hause schicke ich liebste Grüße an Kauls und Mitarbeiter.

Jana

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Bild zum Wochenende (51)

Umkehrerziehung

Schönes Wochenende!

Foto: Peter Kaul
Datum: 12.03.08
Ort: Kirchberg Hackenheim
Gerät: Nikon D40x

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Bild zum Wochenende (49)

Wir machen Platz für Spätburgunder!

(alter, abgeschnittener Ehrenfelser Weinberg in bester Kirchberg Südhanglage, bereit gerodet zu werden)

Schönes Wochenende!

Foto: Peter Kaul
Datum: 23.02.08
Ort: Hackenheim, Kirchberg
Gerät: Nikon D40x

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Bild zum Wochenende (46)

Rebschnitt

Schönes Wochenende!

Foto: Sandrine Kaul-Robin

Datum: 15.01.08

Ort: Hackenheim

Gerät: Nikon D40x

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Reben schneiden

Seit einigen Tagen steht hier alles im Zeichen des Rebschnittes.

Der erste Arbeitsschritt des neuen Weinjahres ist neben der Weinlese per Hand, die zeitaufwendigste Arbeit des Jahres. Zuerst wird von einer Fachkraft der eigentliche Schnitt (pro Stock ca 5-10 Schnitte) durchgeführt. Ein Trieb des letzten Jahres bleibt stehen und wird später die Trauben des 2008er Jahrgangs ausbilden. Danach wird das, in den Drähten hängende Rebholz, von Aushilfskräften herausgezogen bzw. geschnitten und auf den Boden abgelegt. Je nach Rebsorte ist dieses Ausheben mehr ein herausschneiden, weil zum Beispiel der Riesling teilweise sehr stark verrankt ist. Einfacher und schneller gehts bei den Burgundersorten, welche diese ausgeprägte Rankfähigkeit nicht besitzen. Unsere Rieslingkollegen wissen natürlich auch darüber zu berichten. In den nächsten Wochen wird die Weinbergslandschft immer ein bisschen kahler werden und die Winzer beeilen sich mit dem Rebschnitt, um rechtzeitig vor dem Austrieb mit dem Biegen beginnen zu können.

Peter

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Bild zum Wochende (39)

Winterruhe!

Schönes Wochenende!

Foto: Sandrine Kaul-Robin
Datum: 1.12.2007
Ort: Weinberg, Hackenheim
Gerät: HP945

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Bild zum Wochenende (38)

Bodenregeneration vor der Neupflanzung

 

Schönes Wochenende!

Foto: Peter Kaul
Datum: 10.11.2007
Ort: Hackenheim
Gerät: HP945

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Kellerproben…

…finden in diesen Tagen täglich statt. Wie neulich schon berichtet ist sensorische Aufmerksamkeit zur Zeit Pflicht.

Neben der analytischen Gärkontrolle (Messung der Zuckerabnahme) ist die geschmackliche Weinentwicklung, gerade bei den sehr langsam gärenden Rieslingen und Chardonnay bei uns enorm wichtig.

Kleinste Temperaturveränderung im Keller können die Hefen empfindlich in ihrer Arbeit stören. Sind diese erst mal inaktiv durch Kälte und zusätzlich durch den immer höher werdenden Alkoholgehalt, ist es sehr schwierig, sie wieder in Schwung zu bringen. Die unterschiedlichen Temperaturen müssen genutzt werden: Draussen warm = Tore auf, draussen kalt = Tore zu.

Andererseits liegen die Spätlesen die restsüß bleiben sollen, seit gestern draußen und blubbern nur noch langsam vor sich hin, bis die Hefen “satt” sind und ihre Tätigkeit von selbst einstellen.

Für die unterirdischen Holzfasskeller gilt absolute Temperaturkonstanz, weil die Rotweine und die Chardonnays dort ihre Säure abbauen und auch dort keine Temperatursprünge gebraucht werden können.

Also noch keine Zeit für den Winzerwinterschlaf, zumal auch im Weinberg die Arbeit weitergeht (ein alter Portugieserweinberg in bester Kirchberg Lage wurde wie bei unseren Kollegen an der Mosel gerodet, um Platz für einen neuen Riesling zu machen) und das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht.

Peter

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