Archiv fürJanuar 10, 2008

Weinrallye #7 - Zwischenstand

WeinrallyeEs hat sich im Laufe des Tages einiges getan. Wir haben mit unserem Thema offenbar die Geschmacksnerven der Autoren auf eine harte Probe gestellt… Dennoch oder gerade deswegen freuen wir uns über die Beiträge.

Lars von Schreiberswein ist noch auf der Suche nach einemGeorgier im Tongefäß. Vielleicht schafft er es noch rechtzeitig… Helgas Beitrag auf Notebook München wurde durch einen mehr oder weniger glücklichen Zufall erst ermöglicht. Viva Vino Matthias hat sich in Frankreich umgesehen während San Lorenzo Matthias bei dieser Rallye passen musste. Wolf von Hausmannskost nimmt einen italienischen Massenwein unter die Lupe. Die Notizen für Genießer haben mit ihrem Beitrag zur Rallye #6 quasi inen Frühstart für Nr. 7 hingelegt und schieben jetzt einen Test von Dosenlambrusco und Glühwein nach. Auf verkostet.de ist ein Beitrag über Joghurt-Becher-Weine erschienen. Und Thomas vom Winzerblog hat sich wie Helga für den Lidl-Prosecco entschieden und hat noch dazu einen Geheimtipp für den großen Durst…

Soweit wir das überblicken ist das der Stand der Dinge. Zwei Winzerkollegen sind ja bereits heute nacht gestartet.

Andreas

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Weinrallye #7 - Jura und Bordeaux in der Box

WeinrallyeAlles außer Glas - “Trinkbare” Weine aus Tetra Pak, Bag in box und Co. Wir entschieden uns für zwei französische Weine in Bag in Box verpackt.

Diese verkostete ich am Sonntag, 6.1.08 mit meiner Frau und am Dienstag, 8.1.08 mit zwei Winzerkollegen aus Hackenheim und einem befreundeten Weinkenner.

Jura

Le Pot des Montagnards Blanc - Special Fondue/Raclette

(fand ich eine gute Idee den Wein so zu vermarkten)

2,90 Euro/Liter Bag in Box

Abgefüllt von Jean Perrier, 73800 Les Marches, Savoie

gekauft bei Intermarché, Beaune, Frankreich

Sonntag, 6.1.08: Die Farbe sagte schon einiges aus: Goldgelb, im typischen Jura-Savoie Stil oxidativ ausgebaut (der Alterungston könnte auch in Zusammenhang mit der Verpackung stehen.), sehr säurebetont. Passte gut zum Raclette mit kräftigem Käse und deftiger Wurst, ist allerdings mehr als gewöhnungsbedürftig für diejenigen die Juraweine nicht zu schätzen wissen. Wer schon einmal einen “Coq au vin jaune” mit Morcheln oder einen drei Jahre alten Comté mit einem solchen Wein genossen hat, der weiss, das diese Art der Weinbereitung durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Natürlich hat der Inhalt nicht im Entferntesten etwas mit einem “Gelben Wein” zu tun.

Dienstag, 8.1.08: Die Alterungsnote hat deutlich zugenommen. Der Wein ist, selbst mit viel Wohlwollen nicht mehr zu geniessen. Lag wohl doch an der Verpackung und nicht am Weinstil!

Bordeaux A.C. Réserve de Velours

3 Euro /Liter Bag in Box

Abgefüllt von Expert Club, F-79232 Prahecq

gekauft bei Intermarché, Beaune, Frankreich

Sonntag, 6.1.08: Untypische Bordeauxnase (meine Frau tippte blind auf einen kräftigen Dornfelder!)
Mit Luft nahm diese kirschfruchtigkeit zu und die ruppigen, grünen Tannine wurden weicher. Für die Qualität und den Preis aber mehr als ok, ideal für die Grillparty zum gut gegrilltem Rindersteak.

Dienstag, 8.1.08: Oxidative Nase nach 2 Tagen (obwohl laut Verpackung 5 Wochen garantierte Qualität nach Öffnung des Zapfhahn.) Tannine mehr als rund und Zeit zum Austrinken.

Fazit : Als Partyweine durchaus geeignt, wenn sie innerhalb kurzer Zeit getrunken werden. Der Plastiksack scheint, trotz aller Vorteile, aus weinsensorischer Sicht alles andere als der ideale Behälter für Wein zu sein. Wichtig wäre meines Erachtens auch, das Fülldatum auf den Karton zu drucken, um so zu verhindern einen Bag zu erwischen, der schon 5 Jahre im Regal steht!

Ps : Meine Kollegen und ich “trösteten” uns dann mit einem sehr guten Chambolle Musingy 2001 von Amiot Servelle

Peter

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Weinrallye #7 - die ersten Artikel

WeinrallyeHarald Steffens vom Weingut Steffens-Keß machte um 0:01 Uhr den Anfang. Hut ab, was er sich da abverlangt hat und es waren bei den den zehn probierten Weinen auch tatsächlich ein paar Trinkbare dabei. Lesen Sie selbst.

Kurz danach hat Bernhard Fiedler um 0:02 Uhr seinen Artikel veröffentlicht. In seinem Weinblog beschreibt er seine Begegnung mit einem 99 Cent TetraPak. Er hatte schlimme Vorurteile gegenüber des Inhaltes und wollte nun ein für allemal klären, ob er und seine Mitprobanden diese zu Recht oder zu Unrecht hegten. Das Experiment beschreibt er ausführlich hier.

Andreas

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Weinrallye #7 - los geht´s

WeinrallyeDie Weinrallye # 7 ist eröffnet! “Alles außer Glas” darf heute verkostet werden…

Hier noch einmal Details zum Thema. Wir sind gespannt auf die Resonanz und freuen uns über jeden Beitrag. Normalerweise würde ich sagen: “Holt Eure Korkenzieher raus und verkostet” aber das ist in dem Fall dann wohl unpassend. Vielleicht besser: “Scheren raus…”

Passend zu unserem Weinrallye-Thema hat Wein + Markt in der aktuellen Ausgabe des Magazins Weine in sog. Weichpackungen unter die Lupe genommen. Mit einem wenig schmeichelhaften Ergebnis: 42 Tetra Pak-Weine, 32 Bag in Box und 3 Weine aus Plastikflaschen - davon fielen drei Viertel bei der Jury als “unterdurchschnittlich” durch. Bei der Verkostung kamen ausschließlich Weine aus dem deutschen LEH ins Glas. Nachzulesen in Wein + Markt 1/2008 S. 14 bis 18.

Vielleicht sieht es ja in anderen Ländern anders aus mit den Qualitäten. Kaulwein-Weblog-Chefverkoster Peter hat sich in Frankreich umgesehen und zusammen mit einigen Winzerkollegen aus Hackenheim verschiedene Franzosen unter die Lupe genommen. Sein Bericht geht im Laufe des Tages hier online. Außerdem werden wir einen Zwischenbericht über die Rallye geben und in den nächsten Tagen dann die Gesamtzusammenfassung.

Viel Spaß

Andreas

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