Ich hatte das Vergnügen, eine Reisegruppe von Winzern nach Italien zu begleiten. Auf Einladung des italienischen Korkherstellers Colombin verbrachten wir zwei angenehme Tage in Triest und der angrenzenden Weinregion Friaul im Nordosten Italiens.

Vormittags – am Fastnachtsdienstag – das Haus in Mainz verlassen, wohl wissend, dass der Fastnachtstrubel hier mit dem Morgengrauen des Dienstages weitestgehend zum Erliegen kommt, gegen Abend in Triest angekommen und was sehe ich: Karnevalstrubel…
Dort ist der Dienstag der heiße Tag. Aber am Abend war das meiste dann auch schon vorbei. Helau.
Beim Abendessen in einer – bei uns würde man das wohl so nennen – Pizzeria, machten wir dann erste Bekannschaft mit der italienischen Lebensart und der Gastfreundschaft der Familie Colombin.
Die Bandbreite der Gesprächstehmen am Tisch reichte vom für und wider von verschiedenen Flaschenverschlüssen über die Zubereitung von perfektem Espresso bis hin zu praktischen Erfahrungen mit den rechteckigen Klobrillen in unserem Designerhotel. Abschließend wurde dann der Alkoholgehalt des Grappa diskutiert, mit dem wir unser Essen beschlossen. 40% oder doch 45… der Kellner lüftete das Geheimnis: stolze 50% *hust*
Am Mittwoch Vormittag dann der Besuch der Firma Colombin.
Der Seniorchef und Firmengründer Bruno Colombin, mittlerweile 91 Jahre alt, konnte die Gruppe leider nicht persönlich begrüßen. Nicht weil er sich aus Altersgründen zur Ruhe gesetzt hatte, nein, er befand sich auf Dienstreise auf einer Messe in Spanien und von dort aus reist er noch weiter nach Marrokko!
Aber Bruno Colombin lies es sich nicht nehmen, die Reisegruppe per Videokonferenz live in seinem Hause willkommen zu heißen und beeindruckte uns durch die Schilderung seines Kampfes gegen das TCA (Trichloranisol, verantwortlich für den „Korkgeschmack“ beim Wein), wo ihm nun mit der neuen Da-Vinci-Technologie ein Durchbruch gelungen zu sein scheint.
Sein Enkel, Vorstandsmitglied und verantwortlich für den Verkauf, Michele Verginella, stellte die Leitung nach Spanien her.

Michele Verginella, die Fernbedienung und Bruno Colombin live aus Sevilla
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Vorstandes (Bruno Colombin) und einem illy-Espresso, um die Lebensgeister zu wecken (Die Rösterei illy sitzt einen Steinwurf entfernt ebenfalls in Triest… Riecht gut!) ging es durch die Produktion…

Zuschnitt der Korken auf die exakte Größe

Die fertigen Korken. Mit individuellem Druck des Weinguts und dem Chargenstempel von Colombin, um das Produkt genau zuordnen zu können.
… und ins Labor.

Chef der Entwicklung und Forschung bei Colombin Dr. Acanfora erklärt den Winzern das neue Da-Vinci-Verfahren. Die Herren Hoch, Seibold und Stumpf lauschen interessiert.
Und hier noch einige „Familienfotos“

Pamela Maturani, Mitarbeiterin im Verkauf und Giorgio Colombin, Managing Director und Vorstandsmitglied

Roberto Verginella, Managing Director und Vorstandsmitglied

Michele Verginella, Vorstandsmitglied und Verkaufsleiter auf dem internationalen Markt, ganz nebenbei auch stolzer Sponsor der WEINELF Deutschland

Michele Verginella und Jürgen Großmann, Colombin Deutschland
Nach dem Besuch der Firma und einem irreführend als „kleiner Imbiss“ angekündigten herrlichen Mittagessen in einem Triestiner Fischrestaurant ging es per Kleinbus in die Weinregion Friaul. Genauer: zur Winzergenossenschaft in Cormonz.
Dazu später mehr…
Andreas


