…weil heute die letzten Jungweine (Riesling Kirchberg und Sonnenberg) abgestochen, d.h. von der Hefe getrennt, geschwefelt und umgelagert wurden. Die letzten Wochen war tägliche Aufmerksamkeit gefragt, da die Gefahren bei sehr schleppendem Gärverlauf doch sehr hoch sind. Der Wein ist trotz “übervollem” Tank ungeschützt gegen Oxidation und Bakterien.
Nachdem die Temperaturen in den letzten Tagen doch zumindest “winterähnlich” wurden reichte es aus, die Kellertüren zu öffnen um den Weinkeller unter 10° Celsius zu kühlen und damit die sehr langsame Gärung zu stoppen. Nach mehr als 10 Wochen Gärdauer (zum Schluss mit Erwärnung auf 16 -17 °) schafften sie es dann doch in den trockenen Bereich. Hocharomatisch mit kräftiger, pikant-fruchtiger Rieslingsäure präsentieren sie sich jetzt als junge Weine und versprechen einiges für die Zukunft.
Auch die Rotweine haben kräftig gearbeitet und ihre saure Äpfelsäure (hat nichts mit Äpfeln zu tun) in weiche Milchsäure umgewandelt, Vorrausetzung für einen weichen runden Rotwein. Je nach Vermarktungsziel und Weintyp bleiben sie jetzt noch bis zum Sommer (Portugieser und Dornfelder) oder bis kommenden Herbst/Winter (Spätburgunder/Cuvée) zur Reife im Holzfass.
Alles in Allem also gute Nachrichten was die 2006er Weinqualität anbelangt und Zeit für uns nun, nach Weihnachtsgeschäft und intensiver Gärkontrolle die Feiertage hier zu geniessen und am 26. zur Familie nach Frankreich zu fahren ohne mit den Gedanken im Weinkeller zu sein. Peter