Rebschnitt vergessen!?

Regentweinberg Minimalschnitt 21.5.2012

Regentweinberg Minimalschnitt 21.5.2012

Man sieht sie immer öfter in den letzten Jahren: Weinberge die Mitte Mai, mit voller Laubwand, schon aussehen wie im Hochsommer. Minimalschnitt im Spalier heisst diese Erziehungsart. Auch wir haben dieses Jahr zum ersten mal einen Regent Weinberg nicht geschnitten. Wieso das Ganze? Lesen Sie nachfolgend den aktuellen Rheinhessenwein-Newsletter. Dort werden die Details anschaulich erklärt!

Peter

Haben die Winzer in einigen Weinbergen den Rebschnitt vergessen …?

So denken sicher viele Weinfreunde, wenn sie dieses Jahr durch die Weinberge laufen.

In den meisten Weinbergen wurden bis auf eine Rute alle Triebe des Vorjahres abgeschnitten. Diese eine Rute wurde umgebogen und jede Knospe ist jetzt ca. 20 cm weit ausgetrieben. In anderen Weinbergen wurde gar nichts abgeschnitten, sie stehen schon jetzt in vollem Grün.

Der Rebschnitt ist grundsätzlich die erste ertragssteuernde Maßnahme. Mit diesem Rückschnitt wird der Ertrag auf ein Niveau von ca. 10.000 l je Jahr und Hektar eingestellt. Weitere ertragssteuernde Maßnahmen in der Vegetationsperiode reduzieren diese Zahl nochmals. Was ist jetzt aber mit den Weinbergen, in welchen nichts abgeschnitten wurde?

Der „Minimalschnitt im Spalier“ wie diese neue Erziehungsform von den Weinbau-Beratern genannt wird, kombiniert arbeitswirtschaftliche Notwendigkeiten mit neuen Erkenntnissen des Ökosystems Rebstock. Sowohl in der Forschungsanstalt Geisenheim wie auch im DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück stehen schon längere Zeit Versuche zu diesem System. Dieses Jahr sind erstmals auffallend große Flächen in Weingütern auf diese Erziehungsform umgestellt worden.

Links traditioneller Rebschnitt, rechts Minimalschnitt

Die arbeitswirtschaftlichen Aspekte ergeben sich aus der Notwendigkeit, dass bedingt durch den Strukturwandel immer weniger Betriebe immer größere Flächen bearbeiten müssen und zu der Bewältigung des immensen Handarbeitsaufwands von 150 bis 200 Stunden je Hektar einfach nicht genügend Personal vorhanden ist. Mit dem Minmalschnitt reduziert sich dieser Aufwand auf ein Zehntel des ursprünglichen Arbeitsstunden. Gerade einmal die Entfernung der Bodentriebe muss noch von Menschenhand bewältigt werden, alle anderen Tätigkeiten lassen sich mechanisieren.

Jetzt kann man natürlich entgegnen, wo da die Ertragsreduzierung bleibt. Dieses Argument war auch lange Zeit das KO-Kriterium für dieses Schnittsystem. In den ersten beiden Jahren nach der Umstellung der Weinberge ist es auch so, dass die Weinberge das Doppelte bis Dreifache des üblichen Ertrages bringen können. Hier muss mit einer massiven Ausdünnung vor dem Reifwerden der Trauben eingegriffen werden. Das geschieht üblicherweise mit dem Traubenvollernter. Im Laufe der Jahre stellt sich jedoch ein neues Gleichgewicht im Weinberg ein. Die Triebe werden kürzer, die Trauben werden kleiner und vor allem lockerbeeriger, was der Qualität insbesondere bei dichtbeerigen Trauben, wie z. B. bei den Burgundersorten, sehr zugute kommt. Die vielen kleinen Blätter versorgen die Trauben auch mit sehr viel Traubenzucker, weshalb Minmalschnittweinberge in der Regel  über höhere Mostgewichte verfügen als die traditionelle Bogenerziehung. Zudem sind die Weine extraktreicher und vollmundiger. Die Rotweine verfügen über ein höheres Farbpotential. Den Rest des Beitrags lesen »

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Spargelzeit-Spargelrezept

Grüner und weißer Spargel mit Radicchio und Parmaschinken

(von Birgit Bettenheimer, Weingut J. Bettenheimer, Ingelheim)

Für 4 Personen:
300 g weißer Spargel

100 g grüner Spargel

75 g Radicchio

3 EL Apfelessig

3 EL Apfelsaft

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Öl

2 EL Parmesankäse, gehobelt

4 Scheiben Parmaschinken

Den Spargel waschen, holzige Enden abschneiden, schälen (den grünen Spargel nur im unteren Drittel), in 2-3 cm große Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten lang (grüner Spargel) bzw. 15 Minuten lang (weißer Spargel) garen. Dann herausnehmen und abtropfen lassen.

Radicchio putzen, waschen, in schmale Streifen schneiden und mit dem Spargel mischen. Apfelessig, Apfelsaft, Pfeffer, Salz und Öl zu einer Marinade verrühren und über den Salat gießen, vorsichtig vermischen. Portionsweise mit dem gehobelten Parmesankäse bestreuen und mit Parmaschinken anrichten. Dazu kann man Baguette reichen.
Weinempfehlung: Zum Spargel empfehlen wir einen trockenen Silvaner, ideal natürlich einen RS Rheinhessen Silvaner.

Quelle: Rheinhessenwein e.V.

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2012 – Frühling

In den Reben fließt der Saft

Endlich kehrt der lang ersehnte Frühling in den Weinbergen ein. Nach einem bitterkalten Februar zeigt sich der März doch schon einige Grad Celsius wärmer und mit deutlich mehr Sonne. Das sieht man dann auch an den Reben, die derzeit aus dem Winterschlaf erwachen. An den Spitzen der Ruten tropft es bei milden Tagestemperaturen regelrecht. Die Winzer sagen dazu auch  „Weinen“ oder „Bluten“ der Reben. Diese kleinen Safttropfen an der Schnittstelle verhindern das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe. Bis zu einem Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Starkes Nahe-Trio im Kader der Wein-Nationalmanschaft

Hackenheim/Burg-Layen – Sie lieben Wein – und Fußball. Also, dachten sich hochkarätige Winzer aus Deutschland, verbinden wir beides doch miteinander und gründeten vor sieben Jahren die Wein-Nationalmannschaft. Von Anfang an dabei: Die Brüder Peter und Andreas Kaul aus Hackenheim sowie Armin Diel aus Burg-Layen.

Vertreten die Nahe-Region in der Wein-Nationalmannschaft: Armin Diel (Mitte) aus Burg-Layen sowie die Brüder Peter (links) und Andreas Kaul aus Hackenheim. Das Trio ist schon seit der Gründung vor sieben Jahren dabei.

Die Aufgabe war nicht gerade einfach, doch Andreas Kaul löste sie hervorragend. 2005 fand die Messe Weinwelt erstmals im Olympiastadion in München statt. Kaul arbeitete damals für die Agentur Projektbüro aus Ingelheim. Gemeinsam mit dem Agentur-Chef und heutigen Präsidenten der Wein-Nationalmannschaft, Norbert Heine, kümmerte er sich um die Organisation der Messe – vor allem ums Marketing. Um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, initiierte der Hackenheimer ein Benefizspiel im Olympiastadion zwischen Winzern und der Nationalmannschaft der Deutschen Spitzenköche und -Restaurateure – ein Volltreffer. Nicht nur, weil sich die Medien darauf stürzten. Auch, weil daraus die Wein-Nationalmannschaft erwuchs.

Heute zählt das Team 40 Spieler. Die meisten von ihnen sind Top-Winzer aus ganz Deutschland – neben Weinfunktionären und -journalisten, Vertretern aus der Industrie Den Rest des Beitrags lesen »

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Weniger ist mehr

Deutsche Verbraucher geben für Wein mehr Geld aus. Wie das Deutsche  Weininstitut (DWI) Vorfeld der internationalen Weinmesse ProWein auf Basis  von GfK-Erhebungen mitteilte, stiegen die Ausgaben für Wein in  Deutschland im Jahr 2011 um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr,  während die gekaufte Weinmenge im selben Zeitraum um 2,7 Prozent sank.

Mit dieser Entwicklung geht auch ein höherer Durchschnittspreis für  Wein im Lebensmittelhandel einher. Von 2007 bis 2011 stieg dieser um elf  Prozent und liegt nun bei 2,63 Euro pro Liter. Nach Angaben des DWI zahlten  deutsche Weinfreunde für heimische Weine im vergangenen Jahr im Handel  durchschnittlich 3,04 Euro pro Liter, was einem Anstieg von 19 Prozent im  Vergleich zu 2007 und von zehn Prozent gegenüber 2010 entspricht. ?Wir  profitieren derzeit von dem allgemeinen Trend, dass insbesondere jüngere  Verbraucher bevorzugt regionale Produkte einkaufen, auch wenn diese etwas  teurer sind?, erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Dank der höheren Erlöse konnten die deutschen Weinerzeuger 2011 ihren  Umsatz auf dem Vorjahresniveau halten, obwohl die zur Vermarktung  bereitstehende Weinmenge deutlich geringer war. Die deutschen Winzer  ernteten 2010 ein Viertel weniger als im Durchschnitt der Jahre. Daher  wurden im vergangenen Jahr acht Prozent weniger deutsche Weine verkauft.

Aktuell haben die heimischen Weine in Deutschland einen Marktanteil von 43  Prozent an den eingekauften Mengen, gefolgt von Italien (15 %), Frankreich  (14 %) und Spanien (8 %). Beim Weinumsatz kommen die deutschen Weine  aufgrund des höheren Durchschnittspreises auf einen Marktanteil von 51  Prozent. Rund drei Viertel aller Weine werden hierzulande im  Lebensmittelhandel eingekauft, wobei die Discountmärkte mit 47 Prozent  den größten Teil für sich in Anspruch nehmen.

Auch der Export heimischer Weine war laut DWI im vergangenen Jahr sehr  stark von der unterdurchschnittlichen Erntemenge des Weinjahrgangs 2010  geprägt. So wurde 2011 mit rund 1,5 Millionen Hektolitern insgesamt 11,8  Prozent weniger deutscher Wein ins Ausland exportiert. Da aber zugleich der  Durchschnittspreis um zwölf Prozent auf 2,27 Euro pro Liter stieg, ging  der Gesamtwert der ausgeführten Weine nur leicht um 1,7 Prozent auf 349  Millionen Euro zurück. Die wichtigste Exportmärkte für deutschen Wein  sind dem DWI zufolge die USA, Großbritannien, die Niederlande und  Norwegen. In Asien ist inzwischen China vor Japan der wichtigste Abnehmer  deutscher Weine.

(CS/Pressemitteilung)

Quelle: Deutsches Weininstitut

 

 

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Filmaufnahmen am Kapellsche

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Gestern war ein Kamerateam des DWI bei uns am Hackenheimer Kirchberg, um einen Infofilm zum Thema “Rebschnitt” zu drehen.

Fotos: DWI, Emeline Kaul

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Kälte und (k)ein Ende in Sicht

Seit zwei Wochen Temperaturen wie schon lange nicht mehr. Am Dienstagnacht war bei uns mit -17 Grad dann das Minimum erreicht. Viele Kollegen und wir auch, haben seit Mitte letzter Woche mit dem Rebschnitt pausiert. Das Risiko von Frostschäden war gegeben, bei empfindlichen Sorten wie Müller Thurgau, Portugieser und Dornfelder muss man ab -15 Grad mit Schäden rechnen, Riesling verträgt da noch etwas mehr Kälte. Das Ganze ist natürlich abhängig von der Lage und dem Zustand jedes einzelen Rebstocks. Sollte es Schäden gegeben haben, kann man diese durch einen längeren Anschnitt (mehr Augen bleiben stehen) ausgleichen. Der zweite Grund fürs Pausieren war der eiskalte Wind , der die tatsächliche Temperatur um einiges kälter wirken lies.Mit frostigen Nasen, Füssen ud Händen macht dann die Arbeit im Weinberg, trotz Sonne und blauem Himmel doch keinen Spass. Weil aber die Arbeit bei uns nie ausgeht, haben wir die kältetsten Tage bei molligen 10 Grad im Holzfasskeller verbracht: die kräftigen 2011er Spätburgunder vom Kirchberg ruhen jetzt im kleinen Holzfass bis nächtes jahr. Rheinhessen Pinot, Portugieser und Regent wurden in die, bei uns traditionellen Stückfässer (1200 Liter) ungelagert.  Ab nächster Woche bewegen sich die Temperaturen wieder Richtung 0 Grad und der Rebschnitt wird fortgesetzt.

Peter

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Herzlichen Glückwunsch zum 80sten

Peter & Horst

Beim Spiel der WEINELF gegen das Filmteam „Das Wunder von Bern“ gab es auf dem Spielfeld immer wieder Begegnungen mit Weltmeister Horst Eckel, der heute seinen 80sten Geburtstag feiert.

Herzlichen Glückwunsch!

Zitat Eckel während des Spiels: „Wenn Ihr das Spiel noch gewinnen wollt, müsst Ihr mich langsam mal enger in Manndeckung nehmen…“


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2011er Fassproben

Der neue Jahrgang auf dem Prüfstand: in den letzten Wochen standen diverse Jungweinproben auf dem Programm. Bei uns natürlich fast täglich, im größeren Kreis mit Kollegen von hier und aus dem Nachbarort zusammen mit einem Fachmann des DLR Oppenheim. Diese Woche dann bei uns, zusammen mit den Freunden des Kichbergs. Immer wieder interessant die Weine in diesem frühen Stadium zu probieren. Das Potential bei den noch hefetrüben einzuschätzen oder aber die Reife bei schon blanken und filtrierten Jungweinen zu erfassen. Dazu die verschiedenen Ausbaustile der Weingüter in Abhängigkeit ihrer Vermarktungstrategien oder aber ihrer persönlichen Vorlieben. Eins kann man aber übergreifend sagen: Der neue Jahrgang kann sich schmecken lassen! Kräftige Rotweine mit intensiver Farbe, die Weissweine mit sehr guter Struktur, reifer Weinsäure und je nach Rebsorte schon sehr weit entwickelt. Richtig probiert wird natürlich nicht im Keller, wie auf dem Foto, sondern wenn die Weine sich etwas temperiert und am Besten auch etwas Sauerstoff gesehen haben. Die Temperaturen sind zur Zeit viel zu kalt im Weinkeller. Den Rest des Beitrags lesen »

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Reben schneiden

Januar, Zeit des Rebschnitts

Auch bei uns laufen die Scheren auf Hochtouren. Einge Kollegen beginnen mit dem Schneiden gerne schon mal im November oder Dezember. Wir sind dann allerdings immer mit Kellerarbeit und Weihnachtsgeschäft eingebunden, so dass immer in den ersten Januartagen der Startschuss fällt.

Peter

Kommentare (1)

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