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Blick in den Weinberg

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Die Arbeit am Jahrgang 2015 beginnt

Die ersten Winzer gehen jetzt schon wieder raus in den Weinberg zum Reben schneiden. Viele Weingüter bearbeiten mittlerweile eine solch große Rebfläche, dass sie schon jetzt mit dieser immer noch sehr arbeitsintensiven Maßnahme beginnen müssen.

Mit dem Rebschnitt werden die ersten Weichen für den neuen Jahrgang gestellt. Nahezu alle Triebe, die im letzten Jahr gewachsen sind, werden jetzt abgeschnitten. Ein Trieb soll nur stehen bleiben, aus dessen Knospen, oder wie der Winzer sagt „Augen“, die Triebe des kommenden Jahrgangs wachsen. Je nach Rebsorte verbleiben etwa 10 bis 12 Augen pro Stock. Je größer die Augenzahl je Stock, desto größer die potentielle Ertragserwartung. Wenn man eine Knospe in der Mitte teilt, kann man sogar schon jetzt die Trauben des nächsten Jahres sehen.

Zunächst werden vorwiegend die frosthärteren Rebsorten wie Riesling oder die Burgundersorten geschnitten. Mit den frostempfindlichen Rebsorten wie Portugieser, Dornfelder oder Silvaner warten die Winzer noch etwas. Ab März treten in der Regel keine Minustemperaturen von 15° und mehr auf, die den Reben schaden könnten.

Das Thema „Eiswein“ wird wohl dieses Jahr aufgrund der milden Temperaturen und des vielen Regens komplett ausfallen.

Quelle: Rheinhessenwein

Blick in den Weinberg

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2014 – Herbst

Das Roden von alten Weinbergen

Die Reben werden immer älter, aber hin und wieder ist das Roden unvermeidlich.

Hin und wieder ist das Roden der Reben unvermeidlich, auch wenn die Weinberge in den letzten Jahren immer älter werden. Etwa 25 bis 30 Jahre alt wird ein Weinberg derzeit durchschnittlich, manche auch noch viel älter. Das forcieren die Winzer auch, denn je älter ein Weinberg, desto filigraner strukturiert sind seine Weine. Die Wurzeln sind dann ganz weit, teilweise über 10m tief in den Boden eingedrungen und fördern die gesamte Mineralik in die Weine.

Aber manchmal will ein Winzer die Rebsorte wechseln, sind die Zeilen zu schmal oder die Rebstöcke sind einfach nicht mehr wuchsstark und dann wird der komplette Weinberg gerodet. Dabei wird auch der komplette Drahtrahmen entfernt. Die Stämme werden mit einem Spezialpflug herausgezogen. Die so genannten „Wingertsknorze“ sind als Dekoration oder auch als Brennstoff äußerst begehrt. Die Weinbergsfläche wird anschließend ca. 70 cm tief gelockert, bevor die neuen Reben im Frühjahr gepflanzt werden. Manche Winzer lassen die Fläche aber auch einige Jahre brach liegen, um dem Boden eine Regenerationsphase zu gönnen.

Mit schwerem Gerät werden die Rebknorze und die Wurzeln entfernt.Quelle: www.rheinhessen.de

Blick in den Weinberg – 2014 – Sommer

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186Die Beeren haben sich gefüllt

Man konnte förmlich zusehen, wie sich die Beeren in den letzten Tagen gefüllt haben. Die Blüte verlief gut und so ist der Fruchtansatz entsprechend hoch und die Trauben sind sehr kompakt.

Jetzt ist das Augenmerk der Winzer auf die Gesunderhaltung der Trauben gerichtet. Es geht darum zu vermeiden, dass die Beeren sich gegenseitig abquetschen. Einige Winzer haben die Trauben bereits geteilt, um mehr Platz für das Dickenwachstum der Beeren zu schaffen.

Viele sind derzeit am Entblättern, um die Abtrocknung der Trauben zu beschleunigen. Auch gilt es jetzt, im Gegensatz zu den trockenen Wochen im Juni, die Bodenwasservorräte zu verbrauchen. Hierzu unterlassen die Weingüter jegliche Bodenbearbeitung, um die Verdunstung und den Wasserverbrauch durch den Bewuchs zu fördern. So lässt man jetzt auch bewusst die Begrünungen zwischen den Rebzeilen etwas höher wachsen.

Im August sollte es eher trocken bleiben, so dass die Beeren in ihrem Wachstum nicht zu sehr zulegen und gesund in die Reife gehen. Auch die Sonne sollte jeden Tag scheinen, wobei die Temperaturen nicht zu hoch schießen sollten, um die frische Säure und die feinen Aromen der Trauben zu erhalten. Mit ersten Prognosen zum Jahrgang 2014 sollte man deshalb noch vorsichtig sein. Man kann zwar einen theoretischen Lesebeginn für Anfang September terminieren, da die Trauben 100 Tage nach der Blüte prinzipiell reif sind. Aussagen zur Qualität und zur Erntemenge sind aber derzeit noch sehr spekulativ.

Quelle: Rheinhessenwein

Blick in den Weinberg 2014 – Frühling

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Mai kühl und nass füllt der Bauern Scheun‘ und Fass …

1Im April wurden die Reben von der Sonne verwöhnt. Der Austrieb war so früh wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Drei Wochen Entwicklungsvorsprung waren es Ende April. Aber dann kam der Mai und der trat ordentlich auf die Bremse. Kühle Temperaturen und der eigentlich lang ersehnte Regen, wenn auch in manchen Gemarkungen nicht genügend. Sind das die von den Winzern gefürchteten Eisheiligen, die vom 12. bis zum 15. Mai für die letzten Nachtfröste verantwortlich gemacht werden? Das Wachstum der Reben geht jetzt nur noch sehr langsam voran. Die ersten Spekulationen um den nächsten Jahrhundertjahrgang sind wieder verstummt und man kehrt auf den Boden der Normalität zurück. Glaubt man der Bauernregel der Überschrift, so kann man vielleicht auf volle Fässer hoffen.2

Die Winzer können sich jetzt mit dem Entfernen der Doppeltriebe etwas Zeit lassen, da die Triebe nicht mehr ganz so schnell wachsen. Diese Arbeit ist nach dem Rebschnitt die zweite qualitätssteigernde Maßnahme im Weinberg. Gerade die Burgundersorten neigen zu Doppeltrieben, d. h. aus vermeintlich einer Knospe wachsen zwei Triebe, was den doppelten Ertragsansatz bedeutet.

Qualitätsorientierte Winzer sind deshalb derzeit damit beschäftigt, diese Doppeltriebe zu entfernen. So hat die spätere Laubwand mehr Licht und Luft, was zu einer besseren Besonnung und schnelleren Abtrocknung der Trauben führt. Weiterhin müssen die Triebe, die am Stammfuß stehen, entfernt werden. Diese „Wasserschosse“ stehen in Konkurrenz zu den oberen Trieben.

Quelle: Rheinhessenwein

 

 

Blick in den Weinberg, 2014 – Frühling

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In den Reben fließt der „Saft“

Außergewöhnlich früh ist dieses Jahr der Frühling nach einem sehr milden Winter nicht nur in den Weinbergen eingekehrt. Die Winzer müssen sich derzeit mit den vereinzelt noch zu erledigenden Rebschnittarbeiten sputen, denn wenn die Knospen schwellen, reißen beim Herausziehen des abgeschnittenen Holzes die Knospen ab. An den frischen Schnitten tropft derzeit der „Saft“. Die Winzer sagen dazu auch  „Weinen“ oder „Bluten“ der Reben. Diese kleinen Safttropfen an der Schnittstelle verhindern das Eindringen von Krankheitserregern in die Rebe. Bis zu einem Liter davon kann eine Rebe binnen 24 Stunden produzieren.
Gelehrte und Mediziner bescheinigten den kostbaren Tropfen bereits im Altertum eine heilende Wirkung. Sie seien gut für die Augen und Ohren, fördern die Seh- und Hörkraft, sie wirken positiv auf Kopf, Magen, Darm, Niere und Blase, lindern sogar Brechreiz und dämmen das Wachstum von Warzen ein.

Viele Winzer sind derzeit noch mit dem „Biegen“ beschäftigt. Hier wird der Rebstock fürs laufende Jahr „in Form gebracht“, d. h. die Knospen werden durch das horizontale Anbinden der verbleibenden Rute im Drahtrahmen verteilt. Andere sitzen in den Startlöchern zum Pflanzen der neuen Weinberge. Hier sollte man jedoch noch etwas Geduld bewahren, da es frühmorgens noch häufig leichten Bodenfrost gibt und so die frisch gepflanzten Reben Schaden nehmen könnten.

Quelle: Rheinhessenwein

Rebschnitt 2014

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Der Rebschnitt ist in vollem Gang – so schnell wie nie zuvor

HPIM3725In den letzten Wochen waren die Winzer sehr fleißig beim Rebenschneiden. Wegen des bisher milden Winters konnten sie fast jeden Tag rausgehen, so dass jetzt schon so viele Weinberge geschnitten sind, wie in der vergangenen Jahren schon lange nicht mehr. Gerade weil er nach wir vor noch eine der arbeitsintensivsten Handarbeiten ist und mehr als ein Drittel der jährlich im Weinberg zu leistenden Handarbeitsstunden ausmacht, müssen die Winzer jeden der im Winter oft recht kurzen Tage nutzen. Sobald die Knospen anschwellen muss diese Arbeit erledigt sein. Bei einem frühen Frühjahr kann das bereits im März soweit sein.

Beim klassischen Rebschnitt werden alle Triebe, die im vergangenen Jahr aus den Knospen gewachsen sind, bis auf einen oder manchmal auch zwei Ruten abgeschnitten. An jedem Rebstock müssen je nach Rebsorte und Wuchs durchschnittlich etwa 8 bis 12 Schnitte vollzogen werden, das macht beim einem Viertel Hektar Rebfläche, was ein guter Winzer am Tag maximal schafft, über 12.000 Schnitte täglich. Mit einer einfachen Handschere ist das nicht zu schaffen, hier nutzen die Winzer mittlerweile fast ausnahmslos batterie- oder druckluftbetriebene Rebscheren.

Anders beim immer mehr verbreiteten Minimalschnitt: Hier wird fast nichts abgeschnitten, allenfalls werden die Triebe, die zu weit vom Drahtrahmen entfernt hängen, mit einem umgebauten Laubschneider etwas zurückgeschnitten. Die Rebzeilen sehen dann wild aus – fast wie eine Hecke. Beim Minimalschnitt wachsen viel mehr Triebe, als bei anderen Erziehungsarten. Da es sich aber um kleinere, kürzere Triebe handelt verholzen sie bis zum Winter nicht komplett und fallen mit den Blättern nach dem Herbst größtenteils ab. So reguliert sich das Wachstum quasi von selbst. Der Minimalschnitt ist damit eine günstige Variante der Traubenproduktion, da nur ca. 70 Arbeitsstunden für die jährliche Bewirtschaftung im Gegensatz zu über 300 Arbeitsstunden in der klassischen Erziehungsart benötigt werden.

Quelle: Rheinhessenwein

Für den besten Start ins Jahr 2014…

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Winzersekt – für den besten Start ins Jahr 2014

Silvester und Sekt – das gehört untrennbar zusammen.

Zu keiner Zeit des Jahres schießen mehr Korken aus der Flasche als in dieser Nacht.

Sekt gehört aber auch an den restlichen 364 Tagen des Jahres zu denjenigen Getränken, die in Deutschland ganz oben in der Beliebtheitsskala rangieren. Die Deutschen mögen es prickelnd. Sie haben im vergangenen Jahr 335 Millionen Liter Sekt getrunken, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 4,1 Litern beziehungsweise fünfeinhalb Sektflaschen pro Jahr entspricht. Bei einem geschätzten globalen Schaumweinmarkt von gut zwei Milliarden Flaschen pro Jahr wird somit rund jede fünfte Flasche Sekt, die weltweit konsumiert wird, hierzulande entkorkt. Damit dürften die Deutschen weltweit an der Spitze liegen.

Ein gutes Jahr sollte man mit einem guten Sekt beginnen. Sekt ist ein weiter Begriff, qualitativ gesehen. Und wer aufgrund hohen Anspruchs, aber geringer Sachkenntnis stets die noblen Verwandten aus Frankreich bevorzugt, weiß vielleicht gar nicht, was ihm entgeht an Vielfalt, Individualität und Ursprünglichkeit eines echten Winzersekts. Winzersekt aus Rheinhessen wird nach genau dem gleichen Verfahren hergestellt wie sein berühmter Verwandter. Mit allem, was dazugehört. Aus ausgesuchten Grundweinen spezieller Rebsorten, Jahrgängen und Lagen.

Zum Credo der Winzersekte gehört die traditionelle Flaschengärung mit der mindestens 9-monatigen Lagerung auf der Hefe, dem aufwändigen Rüttelvorgang und dem abschließenden Degorgieren. Die letzte Abstimmung erfolgt dann durch die Beigabe eines kleinen Flüssigkeitsausgleichs, der Dosage. Sie entscheidet über den Geschmack.


Winzersekt – die Erfindung aus Rheinhessen.

Dass der Winzersekt seinen Ursprung ausgerechnet in Rheinhessen hat, ist kein Wunder. Individualität wird in diesem Anbaugebiet besonders groß geschrieben. Und Individualität ist auch das Kennzeichen der Winzersekte.

Motor der Entwicklung in Rheinhessen ist die Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen. 1000 Winzer sind in dieser Gemeinschaft engagiert, die im Jahr 1981 gegründet wurde. Der Anstoß dazu war eine Trotzreaktion der Winzer, die nicht akzeptieren wollten, dass die meisten Sektkellereien einen großen Bogen um Grundweine aus den deutschen Anbaugebieten machten. Gegen die Markensekte der Großen setzen die Winzersektmacher ihre Individualsekte.

Seit der rechtlichen Verankerung im Jahr 1987 ist die Herstellung und Bezeichnung der Winzersekte definitiv geregelt. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass sich ein Qualitätsschaumwein aus einem bestimmten Anbaugebiet nur dann Winzersekt nennen darf, wenn er durch die traditionelle Flaschengärung aus einem Grundwein hergestellt wurde, dessen Bereitung ebenfalls vom  Hersteller durchführt wurde. In der Etikettierung des Winzersektes sind der Weinbaubetrieb, die Rebsorte und der Jahrgang als Pflichtangaben zu nennen.


Große Rolle für Riesling und Burgunder

Knapp 1 Mio. Flaschen Sekt wurden im vergangenen Jahr aus rheinhessischen Grundweinen hergestellt. Neben dem Winzersekt-Pionier Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen sind es mehrere Sektmanufakturen sowie die Weingüter selbst, die sich in dieser aufwändigen Sektherstellung engagieren. Insgesamt 220 Sekterzeuger, die ihre Sekte unter dem Namen des Anbaugebietes Rheinhessen auf den Markt bringen, sind zurzeit offiziell registriert.

70% der rheinhessischen Sekte werden in der Klassischen Flaschengärung hergestellt, die auch für die Bezeichnung „Winzersekt“ obligatorisch ist. Aus mehr als 20 verschiedenen Rebsorten werden die Winzersekte aus Rheinhessen bereitet. Der Riesling ist mit 40% dabei die wichtigste Rebsorte. Aufsteiger der letzten Jahre sind die Winzersekte aus den Burgunder-Sorten, die inzwischen einen Anteil von 28% haben – allein der Spätburgunder Weißherbst bedient bereits 19% des gesamten Winzersekt-Portfolios. Ein Paradiesvogel unter den Winzersekten ist mit beachtlichen 12 % die Scheurebe, die wie der Morio-Muskat (8%) dann zum Einsatz kommt, wenn ein besonders aromatischer Sekt gefragt ist.

Auch beim Sekt sind die Geschmackspräferenzen sehr verschieden. Bei den Winzersekten aus Rheinhessen entfallen auf die betont herbe Geschmacksrichtung (extra brut und brut) 30% der Menge, auf die harmonisch trockene Variante (extra trocken und trocken) 44% und auf die lieblichen Exemplare (halbtrocken und mild) 26% (Daten der Qualitätsweinprüfung 2013).

Die Sektmacher stellen sich dem Wettbewerb. Von den Winzersektproduzenten in Rheinhessen haben im vergangenen Jahr 54 Betriebe an der Prämierung der Landwirtschaftskammer teilgenommen. Dabei wurden insgesamt 116 Sekte angestellt. Beachtliche 56 % der angestellten Sekte wurden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Quellen:

Rheinhessenwein

www.deutscheweine.de